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Hamelner Torhüter spielt für den TSV Hannover-Burgdorf in der stärksten Handball-Liga der Welt

Jendrik Meyer: „Ich lebe meinen Traum“

Handball. „Mein Ziel war es immer; höher zu spielen, die Bundesliga, da wollte ich hin“, erzählt Jendrik Meyer, lehnt sich zufrieden zurück und gibt unumwunden zu: „Ich lebe meinen Traum, habe das erreicht, was ich immer wollte.“

veröffentlicht am 07.10.2010 um 09:28 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:21 Uhr

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Autor:

Jürgen Kohlenberg

Mit unbändigem Ehrgeiz ging der heute 28-jährige Torwart seinen Weg, hat sich längst in der stärksten Handball-Liga der Welt einen Namen gemacht und seinen Platz gefunden. Über die Stationen VfL Hameln, Wilhelmshavener HV und SG Flensburg-Handewitt ist er jetzt bei der TSV Hannover-Burgdorf gelandet. Doch eines blieb, Jendrik Meyer hatte stets mehr als einen Koffer in Hameln, die Verbindung zu seiner Heimatstadt riss nie ab. „Meine ganze Familie wohnt ja noch dort. Und viele Freunde sind auch noch da, so dass ich, wenn immer es passt, gerne heimkomme. „Ob Vincent Voigt, der mich als Jugendlicher trainiert hat, Hajo Wulff oder Oliver Glatz, es gibt immer regelmäßige Treffen, was mir auch sehr wichtig ist“, berichtet der 1,95 Meter große Schlussmann. Von frühester Kindheit an trug Meyer, den seine Freunde und Fans nur „Jenni“ nennen, das VfL-Trikot, durchlief alle Jugendmannschaften und gehörte aufgrund seines Talentes schon als 17-Jähriger zum Bundesliga-Aufgebot der damaligen SG VfL/BHW.

In der Saison 2001/02 bestritt er nach einer Verletzung von Stammtorwart Daouda Karaboué bereits neun Bundesligapartien in der ersten Mannschaft. Als die Erstligalichter ausgingen, hielt Meyer dem VfL in der Regionalliga zunächst noch die Treue, auch um seine Ausbildung zum Bürokaufmann erst noch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Im Sommer 2005 folgte mit dem Wechsel zum damaligen Erstligisten Wilhelmshavener HV der nächste Schritt. Dort blieb er bis zum Abstieg der Mannschaft zum Saisonende 2007/08. Es folgte ein gewaltiger Sprung von der Nord- an die Ostsee zum Top-Klub SG Flensburg-Handewitt.

„Jeder Wechsel hat mich von der Entwicklung her weitergebracht. Flensburg war aber eine super Sache, schon allein durch die Einsätze in der Champions League, wo wir damals bis in Viertelfinale gekommen sind“, schwelgt Jendrik Meyer in Erinnerungen und wäre gerne noch an der Förde geblieben. Nach nur einer Spielzeit kam aber das überraschende Aus. „Mit dem Trainer- und Managerwechsel wurde in Flensburg vieles anders. Obwohl mir von allen Seiten gute Leistungen attestiert wurden, verpflichtete der Verein ein skandinavisches Torhütertalent und legte mir trotz des noch laufenden Vertrages einen Wechsel nahe. Ich hatte keine reelle Chance mehr“, blickt der Profi enttäuscht zurück und nahm im Sommer 2009 das Angebot des Aufsteigers TSV Hannover-Burgdorf an. „Ich habe dort eine gute Perspektive, das Umfeld passt und es kann richtig etwas wachsen“, berichtet Jendrik Meyer, der in Hülptingsen bei Burgdorf inmitten der Natur in einer zu einer Wohnanlage umgebauten alten Wassermühle wohnt, und gewinnt dem Wechsel eine weitere positive Seite ab: „Von dort aus brauche ich nur eine Stunde nach Hameln, so kann ich wieder öfter zu Hause sein.“ Von seinem Trainer Aron Kristjansson gibt es uneingeschränktes Lob: „Jendrik bringt sich hervorragend ein, ist ehrgeizig, zuverlässig und ein toller Typ fürs Team. Im Spiel könnte er aber manchmal vielleicht etwas emotionaler agieren.“

Und da muss Jendrik Meyer schmunzeln: „Ich habe schon öfter den Rat erhalten, auf dem Spielfeld mehr Emotionen zu zeigen. Das ist aber nicht so einfach, weil ich eher der Typ bin, der alles mit sich selber klärt. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, versuche ich ruhig zu bleiben und überlege mir, wie ich es beim nächsten Mal besser machen kann. Ich bin da mental auf einer etwas anderen Ebene unterwegs, mache mehr aus der Konzentration heraus. Es bringt ja nichts, wenn ich da im Tor auch noch anfange zu meckern oder den Kasper mache.“ Den interessierten Hamelner Handball-Fans kann Meyer einen Besuch in der AWD-Hall übrigens nur wärmstens ans Herz legen: „Wir haben eine super Stimmung in der Halle, bieten guten Sport und es ist eine gute Gelegenheit, quasi vor der Haustür die besten Mannschaften der Welt hautnah zu erleben.“

Für das Heimspiel des TSV gegen den TBV Lemgo am Sonntag, 24. Oktober, verlost die Dewezet heute 20 x 2 Karten: Das Glückstelefon 0137/8130110 (50 Cent pro Minute/Mobilfunktarife können abweichen) ist heute den ganzen Tag für Sie geschaltet.



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