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MTV Rohrsen startet mit Heimspiel gegen Osterwald

In der 3. Liga darf es auch ein bisschen mehr sein

Handball. „Es lohnt sich, bei uns in der 3. Liga reinzuschauen“, ist sich Rohrsens Trainer Michael Hensel sicher. Denn die Handballerinnen des MTV Rohrsen wollen in ihrem ersten Jahr in der dritthöchsten deutschen Spielklasse keinesfalls eine Nebenrolle spielen. „Platz neun ist das Ziel, es kann aber durchaus auch ein bisschen besser sein“, gab sich Nina Griese vor der Auftaktpartie gegen den SV Wacker Osterwald durchaus optimistisch. Das Spiel gegen den amtierenden Vizemeister der letztjährigen Regionalliga-Saison wird am Samstag (17.30 Uhr) im Hohen Feld angepfiffen.

veröffentlicht am 09.09.2010 um 17:35 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Klaus Frye

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Sportreporter zur Autorenseite

Den neunten Platz haben wohl alle 13 Mannschaften, die am Wochenende in die Saison starten, fest im Visier. Schon Rang zehn bedeutet den Abstieg in die Oberliga. Eine Neuordnung der höheren Spielklassen des deutschen Frauenhandballs ist der Grund für die große Zahl der Absteiger. Ab der Saison 2011/12 wird es nur noch eine eingleisige zweite Bundesliga geben. Deshalb werden zum Ende der aktuellen Spielzeit einige Zweitligisten den Gang in die 3. Liga antreten müssen und so die Zahl der Absteiger deutlich nach oben schrauben.

Beim MTV Rohrsen beschäftigt sich mit diesem Thema aber derzeit niemand. Hier steht erst einmal die Premiere in der 3. Liga im Vordergrund. Dass es hier zum Auftakt gleich gegen eine Topmannschaft geht, sieht Hensel keinesfalls als Nachteil: „Die müssen auch erst einmal ihren Rhythmus finden. Da kann es durchaus von Vorteil sein, gegen große Namen gleich zum Auftakt spielen zu können.“ Und große Prognosen gab es vor dem Saisonstart eh nicht. „Alle stapeln noch ein wenig tief. Und absteigen will sowieso keiner“, stellte auch Nina Griese fest. Für sie und ihre Mitspielerinnen sind viele Mannschaften völlig unbekannte Größen. „Deshalb konzentrieren wir uns auch ganz und gar auf unser Spiel“, gab sich die ehemalige Bückeburger Zweitligaspielerin recht entspannt.

Große Spielbeobachtungen sind für Trainer Michael Hensel, der künftig von Sven Cassébaum als Co-Trainer unterstützt wird, auch nicht drin. „In der näheren Umgebung ist das zwar durchaus möglich, aber mal eben nach Neustadt-Sebnitz bei Dresden, nach Leipzig oder Haldensleben zu fahren, ist fast unmöglich“, weiß Rohrsens Coach. Doch für alle Trainer der 3. Liga hat der Deutsche Handball-Bund (DHB) rechtzeitig zum Saisonstart eine echte Hilfe eingeführt. „Es gibt künftig von den Spielen einen Video-Tauschring“, freut sich Hensel, der sich dadurch alle Spiele der Konkurrenz locker und entspannt in den eigenen vier Wänden anschauen kann. „Eine ideale Sache, denn so kann ich mir die Fahrt nach Sebnitz schenken.“ Mit der Staffeleinteilung der Liga Ost waren Michael Hensel und Nina Griese zufrieden. „Schwer einzuschätzen sind aber die zweiten Mannschaften der Bundesliga-Vereine“, weiß Rohrsens erfahrene Rückraumspielerin. Als Meisterschaftsfavoriten sieht sie vor allem Zweitliga-Absteiger HSG Stemmer/Friedewalde: „Die wollen zurück in die zweite Liga.“

Morgen baut Rohrsen auf den bewährten Kader, der den Aufstieg perfekt machte. Dazu holte sich Hensel mit Anne Deutsch (MTV PE Celle) und den Bormann-Zwillingen Kirsten und Christin (Blomberg-Lippe II) punktuelle Verstärkungen. Neben Christin Bormann (Kreuzbandriss) fehlt morgen nur die angeschlagene Nevena Orsulic, ansonsten sind alle Spielerinnen fit.

Der MTV Rohrsen bietet seinen Fans in dieser Saison erstmals Dauerkarten für 45 Euro an, die morgen an der Tageskarte verkauft werden. Gewöhnen müssen sich die Fans an die neue Anwurfzeit. Um 17.30 Uhr werden künftig alle Heimspiele im Hohen Feld angepfiffen.

Trainer Michael Hensel und Nina Griese freuen sich auf das Abenteuer 3. Liga. nls



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