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In Emmerthal ist die Euphorie zurückgekehrt / Schönemeiers Traumbilanz: 19 Spiele – 19 Siege

Im Eiltempo zurück in die Landesliga

Lang, lang ist’s her, als die Gebrüder Blattschuss locker-flockig „Erst fang’se janz langsam an, aber dann...“ in den deutschen Charts trällerten. Ganz langsam fing in dieser Saison auch die TSG Emmerthal an: Nach drei Abstiegen in Folge leisteten sich die Handballer des Traditionsvereins einen klassischen 3:5-Fehlstart in der WSL-Oberliga. Da platzte Handball-Chef Stephan Kutschera der Kragen. Der setzte Trainer Danilo Loncovic vor die Tür und gab seinen Spielern unmissverständlich zu verstehen: „Langsam ist nicht mehr.“

veröffentlicht am 24.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

Klaus Frye

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Sportreporter zur Autorenseite

Mit Ralph Schönemeier zauberte Kutschera gleich einen „Turbo-Trainer“ als Loncovic-Nachfolger aus dem Hut. Bei dem gibt es keine halben Sachen. „Entweder richtig oder gar nicht“, dass machte Schönemeier der Mannschaft um Routinier Christian Raddatz, der auch in der kommenden Saison für die TSG spielen wird, schon vor der ersten Trainingseinheit klar. Und diesen Satz nahmen sich die Spieler auch zu Herzen. Der Funke sprang über, und seitdem brennt bei der TSG wieder das Feuer.

Die Bilanz kann sich sehen lassen. 19 Spiele, 19 Siege – an eine solch positive Serie können sich selbst die gestandenen Routiniers aus erfolgreichen TSG-Zeiten kaum noch erinnern.

In Emmerthal macht Handball wieder Spaß, die Euphorie vergangener Jahre ist zurückgekehrt. Bei den Heimspielen herrscht wieder Stimmung. Voll besetzte Tribüne, die Kasse klingelt, und Vereinschef Rudolf Welzhofer denkt schon an eine rosige Zukunft.

R. Schönemeier

Doch Stephan Kutschera hält den Ball noch flach: „Wir müssen nach der erfolgreichen Serie nicht gleich abheben.“ Der Realist an der Spitze der Handball-Abteilung beschäftigt sich aber ebenfalls mit Zukunftsvisionen: „Mittelfristig wollen wir schon mal wieder ans Tor der Verbandsliga klopfen.“

Erst einmal muss sich die TSG aber wieder in der Landesliga etablieren. „Da weht uns ein anderer Wind als in dieser Saison, entgegen“, ist sich Kutschera sicher. Dennoch kein Grund für ihn, tiefzustapeln: „Wir haben uns gezielt verstärkt und wollen in der oberen Tabellenregion schon ein Wörtchen mitreden.“ Die Neuzugänge Marek Staniszewski (TV 87 Stadtoldendorf), Jürgen Rotmann und Sascha Weidemann (beide HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf) stehen seit Wochen fest. „Weitere Neuzugänge wird es aber nicht geben“, gab Kutschera bekannt.



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