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Der Vorhang fällt: Hajo Wulff gibt zum letzten Mal auf der Trainerbank des VfL Hameln die Richtung an

„Ich komme auch als Zuschauer in die Halle Nord“

Handball. Hajo Wulff – sein Name dürfte in den Annalen des VfL Hameln künftig ganz weit oben zu finden sein. Bereits 1995 wechselte er als Spieler vom VfL Bad Schwartau zum Bundesligisten an die Weser, im Dezember 2008 löste er Peter „Ede“ Eddelbüttel in der Regionalliga als Trainer auf der VfL-Bank ab. Über seine sportlichen Jahre beim Hamelner Traditionsverein und seine Zukunftspläne sprach Dewezet-Sportredakteur Klaus Frye mit Hamelns Trainer, der am Samstag (19 Uhr) in der Halle Nord im Spiel gegen den TSV Burgdorf II zum letzten Mal auf der Bank sitzen wird.

veröffentlicht am 25.05.2011 um 20:26 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

Hajo Wulff, vor zweieinhalb Jahren übernahmen Sie das Traineramt beim VfL. Haben Sie diesen Schritt schon mal bereut?

Auf gar keinen Fall. Obwohl es ja eigentlich nur eine Notlösung war, die gar nicht so lange dauern sollte. Aber letztlich sind ja doch zweieinhalb Jahre daraus geworden.

In dieser Zeit hatten Sie sicher große Ziele mit dem VfL?

Klar, ich wollte wieder aufsteigen. Aber finanziell war das schon in der Saison 2009/10 schwierig. Spielerisch mussten da schon Abstriche gemacht werden.

In der Mannschaft hat es große personelle Veränderungen gegeben. Viele erfahrene Spieler gingen, viele junge kamen. Wer hat denn von den Neuen den größten Sprung nach vorn gemacht?

Jannis Pille hat sich toll entwickelt. Der ist im linken Rückraum zu einem der besten und torgefährlichsten Spieler aufgestiegen. Auch Heiko Heemann und Torben Höltje zählen zu den absoluten Leistungsträgern. Und von den A-Jugendlichen gehört vor allem Jannik Henke und Jannis Pille die Zukunft.

Was muss sich künftig beim VfL ändern, wenn man wieder eine wichtige Rolle in der Oberliga spielen, vielleicht sogar wieder Richtung 3. Liga schauen will?

Wenn man aufsteigen will, muss man einen oder zwei gute, erfahrene Spieler holen. Die kosten bekanntlich Geld, und das ist weiterhin knapp.

Morgen sitzen Sie zum letzten Mal auf der Trainerbank des VfL. Wird Hajo Wulff das Thema Handball danach total abhaken oder sieht man ihn weiterhin in der Halle Nord?

Ich komme auch als Zuschauer in die Halle. Nicht nur wegen der Spiele, sondern auch wegen des großen und guten Freundeskreises. Denn in der Halle Nord geht alles recht locker und familiär zu.

Vor wenigen Wochen haben Sie in der vierten Mannschaft noch einmal den Ball in die Hand genommen. Findet in der kommenden Saison eine Wiederholung statt?

Bestimmt werde ich das Trikot noch das eine oder andere Mal überstreifen. Denn es hat mal wieder Spaß gemacht.

Übrigens sucht Oberligist SV Alfeld noch einen Trainer für die neue Saison. Könnte da nicht Hajo Wulff einsteigen?

Sicher nicht. Die müssen schon weitersuchen. Bei mir hat sich auch noch nie jemand aus Alfeld gemeldet.

Am Samstag ist für Hajo Wulff Schluss. In der Halle Nord steht der VfL-Coach zum letzten Mal an der Seitenlinie. Ob im typisch sportlichen Outfit oder noch einmal im feinen Zwirn mit Krawatte, wird sich zeigen.

Foto: nls



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