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VfL-Trainer Henning Sohl vor der Heimpremiere gegen Alfeld optimistisch

„Ich glaube an meine Mannschaft“

Hameln. Mit Henning Sohl ein neuer Trainer, Torben Höltje als neuer Kapitän und zum Start in die neue Saison der Handball-Oberliga gleich ein brisantes Heimderby gegen den SV Alfeld. Besser könnten die Vorzeichen nicht sein, wäre da nicht die vertrackte Hallensituation. Denn der VfL Hameln muss für einige Wochen sein „Wohnzimmer“ in Afferde verlassen (wir berichteten) und läuft deshalb am Sonnabend um 20.15 Uhr in der Sporthalle Hohes Feld auf. Wir sprachen vor dem Punktspiel-Auftakt mit Henning Sohl über sein Team und seine Ziele.

veröffentlicht am 19.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:36 Uhr

Henning Sohl, nach langer Vorbereitung steht nun der Ernstfall vor der Tür. Wie lautet Ihr bisheriges Fazit?

„Durchweg positiv. Die Vorbereitung war lang, hart und sehr intensiv. Aber wir brauchten die vielen Einheiten. Es ist ja immer einiges anders, wenn ein neuer Trainer kommt, und da ist die Zeit einfach nötig, um sich aneinander zu gewöhnen. Es haben aber alle super mitgezogen. Ich bin sehr zufrieden.“

Wo lagen denn die Schwerpunkte in der Vorbereitung?

„Ich habe extrem Wert darauf gelegt, die ohnehin schon solide Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torwart weiter zu festigen. Wir wollen zu einer aggressiven und flexiblen 6:0-Deckung kommen und daraus mit hohem Tempo spielen. Im letzten Testspiel in Hatten-Sandkrug (26:22; Anm. d. Red.) haben wir auch nur 22 Gegentore bekommen. Das ist in Ordnung und mir ist es letztendlich lieber, nur 22 Tore zu kassieren, als vorne 35 werfen zu müssen.“

Es stehen drei Torhüter im Kader. Wird es eine Rotation geben?

„Über den Luxus freue ich mich und werde bestimmt keinen vom Hof jagen. Beim Punktspiel werden aber definitiv immer nur zwei im Kader stehen. Frank Rosenthal ist aufgrund seiner Klasse und Erfahrung gesetzt. Zwischen Tim Heisterhagen und Yannick Rüter werde ich dann von Woche zu Woche entscheiden und dabei auch die Trainingseindrücke entscheiden lassen.“

Björn Schubert war im Vorjahr nur Stand-by-Spieler. Jetzt tauchte er wieder permanent auf. Feiert der 37-jährige Routinier ein Comeback?

„Björn hat die Vorbereitung absolviert und will noch einmal angreifen. Mit seiner Erfahrung kann er uns im rechten Rückraum weiterhelfen.“

Mit Jannis Pille ist der Top-Torjäger nicht mehr dabei. Wie wird die Lücke gefüllt?

„Ihn zu ersetzen, wird eine der Hauptaufgaben der Saison. Wir sind da aber auf einem guten Weg und werden das auf die Schultern von Dominik Niemeyer, der immer besser in Tritt kommt, Patrick Künzler, bei dem wir noch etwas am Selbstvertrauen arbeiten müssen, und Arnold Schorich verteilen. In der Summe sind die drei auch in der Lage, den Weggang von Jannis vergessen zu machen. Arnold war auf einem richtig guten Weg, hat sich aber leider in der Vorbereitung die Mittelhand gebrochen und wurde zurückgeworfen.“

Wie ist die Personalsituation vor dem Saisonstart?

„Bei Arnold Schorich ist die Operation gut verlaufen. Er ist auch schon wieder ins Lauftraining eingestiegen. Unser neuer Kapitän Torben Höltje hat nach seiner langwierigen Schulterverletzung zwar noch kein Testspiel bestritten, es sieht nach den Trainingseindrücken aber derart gut aus, dass er wohl zumindest im Kader stehen wird. Nils Colussi ist nach seiner Meniskusprellung auf dem Weg der Besserung und wird spielen können. Andreas Gödecke und Sebastian Maczka plagen sich mit leichten Blessuren. Bis Sonnabend sollte das aber erledigt sein. Thorben Kanngießer steht uns allerdings aufgrund seines Bandscheibenvorfalls die ganze Saison nicht zur Verfügung.“

Wie beurteilen Sie den Auftaktgegner SV Alfeld?

„Das wird eine harte Nuss. Ich halte sie für deutlich besser, als es der elfte Platz der letzten Saison aussagt.“

Sehen Sie Ihr Team für den Saisonstart gerüstet?

„Auf jeden Fall. Wir sind gut durch die Vorbereitung gekommen und auch zu einer richtigen Einheit geworden. Die Jungs wissen, dass sie richtig fit sind. Ich glaube jedenfalls an meine Mannschaft und bin optimistisch, dass wir eine gute Leistung aufs Parkett bringen.“

Und wie stellen Sie sich Ihre Premiere vor?

„Ich möchte einen guten Einstand haben und unbedingt gewinnen. Außerdem würde ich mich freuen, wenn wir schönen Handball spielen, viele Tore aus schnellen Gegenstößen erzielen und die Halle voll ist.“

Interview: Jürgen Kohlenberg



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