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Hamelns A-Junioren kassieren 25:33-Heimpleite gegen Burgdorf

„Ich bin maßlos enttäuscht“

Hameln. Michael Thierauf brachte zunächst kein Wort heraus, zündete sich erst einmal eine Zigarette an und ließ die soeben erlebte Partie gedanklich noch einmal Revue passieren. Dann aber nahm der ehrgeizige Handballtrainer des A-Junioren-Bundesligisten VfL Hameln nach der bitteren 25:33 (11:14)-Heimniederlage gegen die TSV Burgdorf kein Blatt vor den Mund: „Heute bin ich richtig angefressen und maßlos enttäuscht, weil meine Mannschaft nach der recht ordentlichen ersten Halbzeit zu Beginn der zweiten Hälfte 15 Minuten lang das Handballspielen komplett eingestellt hat. Das geht gar nicht. Schließlich spielen wir in der Bundesliga und nicht in der Oberliga. Diesmal hat leider kein Spieler meine Erwartungen erfüllt“, lautete die knallharte Analyse des ehemaligen Profis.

veröffentlicht am 13.10.2013 um 18:27 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

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Damit warten die jungen und zweifellos auch hoch talentierten VfL-Handballer auch nach dem fünften Bundesligaspiel weiter auf den ersten Saisonsieg. Vor über 400 erwartungsfrohen und stimmgewaltigen Zuschauern im „Ausweichquartier“ Hohes Feld agierte der VfL gestern immerhin 30 Minuten lang mit dem ausgebufften und körperlich starken Bundesliganachwuchs aus Burgdorf auf Augenhöhe. Dass es nach 27 Minuten dennoch „nur“ 11:11 stand, hatten sich die kampfstarken Hamelner selbst zuzuschreiben. Zwei verworfene Siebenmeter von Spielmacher Timo Dettmering (3.) und Linksaußen Tim Jürgens (15.), das klare Auslassen von hochkarätigen Chancen bei Gegenstößen und Schwächen beim Überzahlspiel verhinderten ein besseres Ergebnis. Insgesamt 14 Möglichkeiten ließ der VfL bereits in Halbzeit eins liegen. „Das ist ärgerlich und eindeutig zu viel“, schimpfte Thierauf, dessen Schützlinge auch immer wieder am ausgezeichneten TSV-Keeper Fabian Piatka scheiterten. Der stark spielende Hannes Freise (6) war bester Torschütze der Burgdorfer, die Philipp Warmholtz kurz vor dem Seitenwechsel nach einem Foul und einer anschließenden Unsportlichkeit per Roter Karte verloren. Bei den Hamelnern zeichneten sich der erst 16 Jahre alte Rückraumspieler Tim Otto (5) und der zwei Jahre ältere Timo Dettmering (4/1) als Haupttorschützen aus.

Heidmar Felixon, TSV-Coach und ehemaliger isländischer Nationalspieler, hakte die 60 Minuten ebenfalls ganz schnell ab: „Wir haben heute weiß Gott nicht schön gespielt, aber wenigstens gewonnen. Allein das zählt. Bei Bedarf hätten wir sicherlich noch eine Schippe drauflegen können.“

VfL Hameln: Rüter, Larisch; Cardoso (2/1), Brünger (2), Dohme (2), Jasarevic (3), S. Maczka (2), D. Maczka (1), Dettmering (4/1), Brodhage (1), Otto (5), Jürgens (3), Taylor.



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