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HF-Trainer Oleg Kuleshov sagt „do swidanja“

Handball. Oleg Kuleshov ist nicht mehr Trainer der Handballfreunde Springe. Die reine Nachricht, die der Verein am späten Donnerstagabend per Pressemitteilung verbreitete, ist angesichts des verkorksten Saisonstarts des Drittligisten keine Sensation. Der Zeitpunkt und die Art und Weise der Trennung sind dagegen überraschend.

veröffentlicht am 10.11.2012 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

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Denn nicht der Verein zog angesichts von nur fünf Punkten aus acht Spielen die Notbremse. Sondern Kuleshov stellte vor dem Training am Donnerstag – es wäre die erste Einheit mit ihm seit seiner Rückkehr von der russischen Nationalmannschaft, mit der er zwei Wochen unterwegs gewesen war – sein Amt zur Verfügung. Und sorgte damit für große Verwunderung. „Es war für alle überraschend“, sagt Kapitän Daniel Deutsch, „für einige sogar schockierend.“

Kam Kuleshov, der die HF seit Beginn der vorigen Saison trainierte und mit einer Niederlage im letzten Spiel gegen Tarp am Aufstieg scheiterte, seiner Entlassung zuvor? Nein, bekräftigen Manager Dennis Melching und Sponsor Peter Othmer unisono: „Wir hätten ihn nicht rausgeworfen.“ Viel Verständnis bringen sie für den Rücktritt des ehemaligen Weltklasse-Mittelmanns Kuleshov nicht auf. Der 38-Jährige führt, so heißt es in der offiziellen Erklärung, persönliche Gründe für seine Entscheidung an, wollte sich selbst gestern nicht äußern.

„Ich kann seine Gründe nicht nachvollziehen. In meinen Augen sind es Lappalien, für die man so ein Projekt nicht aufgeben muss“, sagt Melching, „aber wenn das seine Entscheidung ist, soll man Reisende nicht aufhalten.“ Ein Argument, das Kuleshov anführte, war offenbar, dass der von vor dem Spiel gegen Großburgwedel suspendierte Nikolaos Riganas gegen Berlin wieder spielen durfte – in der Partie hatte Melching den Trainer, der zu der Zeit mit der Nationalmannschaft im Trainingslager war, vertreten. „Das ist doch eine fadenscheinige Erklärung“, sagt Othmer, „ich sehe das als Vorwand.“

Das Training am Donnerstag leitete Daniel Deutsch, die Bank beim Auswärtsspiel am heutigen Sonnabend (18.30 Uhr) beim Oranienburger HC und die nächsten Einheiten übernimmt Melching. Parallel dazu muss er sich auf die Suche nach einem Trainer machen, der es schafft, aus der Ansammlung guter Einzelspieler bei den HF wieder eine Mannschaft zu formen. Dabei dürfte auch Othmer seine Kontakte aus einstigen Hamelner Bundesligazeiten spielen lassen. Schon als Kuleshov im März russischer Nationalcoach wurde, wurde über ein Engagement des ehemaligen Hamelner Trainers Sead Hasanefendic, der zuletzt den VfL Gummersbach betreute, spekuliert.



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