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Ernüchternde Halbzeit-Bilanz von HF-Manager Dennis Melching: „Wir sind in diesem Jahr gescheitert“

HF-Manager Melching: "Wir sind dieses Jahr gescheitert"

Handball. Platz zwölf nach der Hinrunde, nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – so schlecht standen die HF Springe in dreieinhalb Jahren Drittliga-Zugehörigkeit noch nie da. Entsprechend angefressen ist Manager Dennis Melching, der im Gespräch mit Sportredakteur Jan-Erik Bertram eine Bilanz der ersten Halbserie zieht.

veröffentlicht am 18.12.2012 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:21 Uhr

Handball. Platz zwölf nach der Hinrunde, nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – so schlecht standen die HF Springe in dreieinhalb Jahren Drittliga-Zugehörigkeit noch nie da. Entsprechend angefressen ist Manager Dennis Melching, der im Gespräch mit NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram eine Bilanz der ersten Halbserie zieht.

Herr Melching, wo ordnen Sie die Hinrunde ein auf einer Skala von „enttäuschend“ bis „katastrophal“.

Es trifft natürlich beides zu. Aber wenn ich wüsste, woran es liegt, würde ich es abstellen. Wir können es nur so hinnehmen, wie es ist, und über Weihnachten versuchen, daran zu arbeiten. Man kann eigentlich nur sagen: Wir sind dieses Jahr gescheitert.

Was heißt das, „über Weihnachten daran arbeiten“? Werden Sie am Kader nachbessern?

Das ist unwahrscheinlich. Wir haben ja schon nachgebessert, indem wir Janis Helmdach verpflichtet haben. Wir haben auch den Trainer getauscht. Jetzt ist die Mannschaft dran. Es wird nicht alles so freundlich bleiben wie bisher, das haben die Spieler sich selbst zuzuschreiben

In der Vorbereitung fehlte der damalige Trainer Oleg Kuleshov drei Wochen – kann es sein, dass das immer noch nachwirkt?

Die Spieler sind nicht fit, das können sie aber nicht mehr auf die Vorbereitung schieben. Wir haben mittlerweile genug Profis, die für ihre Fitness selbst verantwortlich sind.

Im ersten Spiel unter der Leitung von Holger Schneider gab es gegen den HSV Hannover den bislang einzigen überzeugenden Sieg. Der Effekt ist aber recht schnell verflogen.

Dass man nicht jedes Spiel überzeugend gewinnt, ist klar. Aber solche Spiele wie gegen Usedom ärgern mich. Wir führen mit sieben Toren, dann meinen alle, es geht auch mit 40 Prozent und wir müssen noch zittern. Die Spieler müssen lernen, dass wir nicht der THW Kiel sind.

Also fehlt auch die Einstellung?

Ja. Wenn der Gegner wirklich stärker ist, kann man auch mal mit zehn Toren verlieren, aber dann muss der Einsatz stimmen. Die Spieler erhalten vom Verein eine Leistung, aber die Gegenleistung stimmt zu oft nicht.

Haben Sie bei der Kaderzusammenstellung Fehler gemacht?

Natürlich sind Fehler gemacht worden, aber ich kann sie nicht greifen. Die Neuen, abgesehen von Janis Helmdach und Jendrik Meyer, sind nicht so eingeschlagen, wie wir es uns erhofft hatten. Das Problem ist: Man kann in die Köpfe der Spieler nicht reingucken.

Trainer Holger Schneider hilft vorerst bis zum Saisonende. Gibt es schon Planungen, ob er darüberhinaus weitermacht?

Wir werden bald darüber sprechen. Holger ist ein renommierter Trainer, der einen Ruf zu verlieren hat. Der wird sich überlegen, ob er sich das weiter antut.



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