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Der Trainer des VfL Hameln über den Start gegen Stadtoldendorf und die Situation im Kader

„Herr Wulff, sind Sie für das Derby gerüstet?“

Handball (jko). Der Spielplangestalter hatte ein gutes Händchen und zum Saisonauftakt in der Oberliga gleich das Derby zwischen dem VfL Hameln und dem TV 87 Stadtoldendorf angesetzt. Anwurf ist am Sonnabend um 19.15 Uhr in der Halle Nord. Das Duell gegen die Gäste aus Holzminden zieht seine Brisanz auch aus der Tatsache, dass eine ganze Reihe von ehemaligen VfL-Spielern das Trikot des TV 87 tragen. Vor der Saison schlossen sich noch Torwart Andrew Treuthardt und Rechtsaußen Marcel Engelhardt dem „Filialbetrieb“ an. Die Liste lässt sich mit Dominik Niemeyer, Marek Staniszewski, Florian Backhaus oder Gordon Wahl aber noch beliebig fortsetzen. „Wir sind beim Vizemeister klarer Außenseiter und können locker aufspielen. Mal schauen, was so geht“, meinte Andrew Treuthardt, der zuvor 22 Jahre für Hameln spielte. Damit unter der Homburg nicht wieder um den Klassenerhalt gezittert werden muss, wurden neben den beiden VfLern noch vier weitere neue Spieler verpflichtet, darunter mit Mohamed Salam auch ein libanesischer Nationalspieler sowie mit Lars Rindlisbacher auch ein neuer Trainer. Über die aktuelle Lage beim VfL sprach unser Mitarbeiter Jürgen Kohlenberg mit Cheftrainer Hajo Wulff (38).

veröffentlicht am 02.09.2010 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:41 Uhr

Hajo Wulff, ist Ihre Mannschaft für den Saisonstart gerüstet?

„Auf jeden Fall. Wir sind konditionell voll auf der Höhe. Das ist wichtig für die Partien, wo es am Ende eng wird, damit wir dann vielleicht weniger Fehler als der Gegner machen. Spielerisch haben wir uns auch gut entwickelt und die Abwehr steht schon jetzt hervorragend. Insgesamt bin ich mit unserer Vorbereitung sehr zufrieden.“

Der TV 87 Stadtoldendorf kann also am Sonnabend kommen?

„Na ja, ein anderer Gegner wäre mir zum Auftakt lieber gewesen. Stadtoldendorf kann an einem guten Tag über sich hinauswachsen, insofern werden wir die Sache mit dem nötigen Respekt aber ohne jegliche Angst angehen. Ich erwarte ein sehr körperbetontes, hart umkämpftes Derby und hoffe, dass es nicht ausartet. Wenn wir am Ende knapp gewinnen, haben wir alles richtig gemacht.“

Welche Erkenntnisse hat das Trainingslager am letzten Wochenende gebracht?

„Das waren für die Spieler drei hammerharte Tage. Drei Spiele über die volle Distanz, vier Trainingseinheiten und dann zum Abschluss noch auf die Spinning-Räder in der Sport-Box. Aber alle haben einwandfrei mitgezogen. Von der Kondition und der Physis her sind wir absolut fit. Die Spiele wurden trotz der Belastung konzentriert angegangen und wir haben viel probiert. Die Schwerpunkte lagen eindeutig auf der Festigung der Spielabläufe. Frank Rosenthal hat zudem mit den Torhütern Andreas Kinne und Nils Grote ein spezielles Torwart-Training absolviert.“

Gab es für Sie positive Überraschungen?

„Die beiden ehemaligen A-Jugendlichen Nils Grote und Patrick Künzler haben sich die Meilenstiefel angezogen und einen Riesenschritt gemacht. Mit permanent guten Leistungen haben sie ihren Platz in unserem Gefüge schneller gefunden, als ich es erwartet hätte. Jannis Pille hat zudem spielerisch zugelegt und zeigt jetzt auch ein Auge für die Nebenleute.“

Wo gibt es noch Defizite?

„Wir müssen im Angriff viel cleverer werden. Da sind wir noch zu hektisch und schließen zu schnell ab. Insbesondere die jüngeren Spieler müssen noch mehr erkennen, in welcher Phase was zu tun ist. Da fehlt die Ruhe und Gelassenheit. Aber diese Dinge kann man nur aus den Spielen lernen. Im Training geht so etwas nicht so einfach.“

Sind Andreas Kinne und Dean Wood zu den erwarteten Eckpfeilern geworden?

„Absolut. Beide zeigen hervorragenden Einsatz. Und ganz wichtig, ihre Ansagen haben Gewicht.“

Wie lautet die Zielsetzung für die Saison?

„Wenn wir am Ende zwischen Platz zwei und fünf landen, wäre das super.“

Was würden sie den Leuten sagen, warum es sich lohnt, ein Spiel des VfL Hameln zu besuchen?

„Weil es höchst interessant ist, die Entwicklung der jungen Spieler zu beobachten, denn das sind alles Handballer aus dem eigenen Verein. Außerdem sollen die Zuschauer Spaß an unserem Spiel haben. Wir haben eine sympathische Truppe, die mit geschlossenem Auftreten spielerische Dinge umsetzen und das Publikum begeistern möchte. Ich kann versprechen, dass die Jungs in jeder Partie kämpferisch alles reinwerfen werden, was sie haben. Wenn dann auch noch die Unterstützung von den Rängen kommt, ist das die halbe Miete.“

Trainer Hajo Wulff geht mit dem VfL Hameln ganz entspannt in die neue Oberliga-Saison, die am Samstag mit dem Derby gegen den TV Stadtoldendorf beginnt.

Foto: nls



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