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Fünf Ausfälle beim Drittligisten MTV Rohrsen / Saskia Diedrichs muss erneut unters Messer

Hensel: „Uns hat es knüppeldick erwischt“

Handball. „Das Glück haben wir in dieser Saison bestimmt nicht gepachtet“, sagte Rohrsens Trainer Michael Hensel. „Die Verletztenmisere hat uns knüppeldick erwischt.“ Zwei Spieltage vor Abschluss der Hinserie in der 3. Liga der Handball-Frauen bereitet ihm die Personalnot reichlich Kopfzerbrechen. „Unser Kader lässt derzeit kaum Alternativen zu“, musste Hensel auch nach der 28:29-Niederlage beim Spitzenreiter Blomberg-Lippe II erkennen.

veröffentlicht am 30.11.2010 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Und die prekäre Situation wird sich so schnell auch nicht ändern. Inga Symann sieht bekanntlich Mutterfreuden entgegen und Kristin Bormann kann nach ihrer Kreuzband-Operation erst im Frühjahr den Handball wieder in die Hand nehmen. Auf der Liste der Langzeit-Ausfälle steht auch wieder Saskia Diedrichs. Für die Rückraumspielerin ist der 10. Dezember als Operationstermin in Hannover schon fest terminiert. Nach dem gut überstandenen Kreuzbandriss muss sie nun wegen ständiger Innenband- und Meniskusprobleme im bereits operierten Knie zum zweiten Mal unters Messer.

„Acht Wochen Pause haben ihr die Ärzte danach vorgegeben. Wenn alles gut läuft, kann sie Mitte Februar wieder in das Training einsteigen“, hofft Hensel, der mit Manuela Schostag ein weiteres Sorgenkind im Kader hat. Ein Fersensporn und die angerissene Plantarsehne im rechten Fuß machen ein Handballspielen für Rohrsens Torjägerin derzeit unmöglich. „Vor allem gehen meine Entzündungswerte einfach nicht runter“, belastet die Top-Angreiferin sehr. An eine schnelle Rückkehr ins Team ist momentan nicht zu denken. „Ich werde wohl erst im neuen Jahr wieder richtig loslegen können“, musste sie ihrem arg gebeutelten Trainer mitteilen.

Einzige Hoffnungsträgerin ist Anne-Kristin Deutsch, doch auch ihr Einsatz am kommenden Samstag gegen Schötmar-Knetterheide steht momentan noch in den Sternen. Eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter macht für die Abwehrspezialistin, die zum Saisonstart aus Celle ins Hohe Feld kam, einen Auftritt kaum möglich. Sie zeigte sich in Blomberg wenig optimistisch: „Spielen kann ich erst, wenn ich schmerzfrei bin.“ Und das sieht derzeit nicht gut aus.

„Wir werden wohl noch einmal mit unserer Rumpftruppe auflaufen müssen“, ahnt Michael Hensel. Der muss sich mit seinem Co-Trainer Sven Cassébaum bei den Trainingseinheiten einiges einfallen lassen. „Doch das klappt schon, große Varianten können wir mit unserem kleinen Kader ohnehin nicht durchspielen.“ So viele Ausfälle hat er in seiner langjährigen Trainerlaufbahn bislang noch nicht erlebt. Dennoch sieht Hensel keinesfalls schwarz: „Wir kommen da schon durch. Die Mannschaft hat Charakter und der Teamgeist stimmt.“

Ernste Gesichter bei Rohrsens Trainer Michael Hensel (li.) und der verletzten Torjägerin Manuela Schostag, die aufgrund einer Fußverletzung noch länger ausfallen wird.

Foto: nls

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