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Handball-Oberligist VfL Hameln präsentiert Ex-Bundesligaspieler als Koß-Nachfolger

„Henning Sohl ist unser Wunschkandidat“

Hameln. Handball-Oberligist VfL Hameln ließ sich viel Zeit bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer und wartete nun mit einer faustdicken Überraschung auf. Henning Sohl wird ab dem 1. Juli Nachfolger von Sönke Koß, der – wie bereits berichtet – aus beruflichen und privaten Gründen zum Saisonende aufhört. „Wir sind sehr zufrieden. Das war unser absoluter Wunschkandidat“, gab der neue Mannschaftsverantwortliche und Kapitän Oliver Glatz bekannt und einigte sich mit Sohl auf einen Zweijahresvertrag. Vielen älteren Handballfans wird es jetzt dämmern, denn Henning Sohl ist kein Unbekannter in Hameln.

veröffentlicht am 16.04.2014 um 12:40 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:37 Uhr

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In der Saison 1995/96 stand der Kreisläufer und eisenharte Abwehrspieler im Kader des damaligen Erstligisten SG VfL/BHW Hameln und trug seinen Teil dazu bei, dass die Spielzeit für den Verein als Vize-Europapokalsieger ein überaus erfolgreiches Ende fand. Trotz eines Vierjahresvertrages war für den 1,96 Meter großen Handballer aber nach einem Jahr bereits wieder Schluss in der Rattenfängerstadt. „Es hat damals irgendwie nicht gepasst. Wir haben uns dann auf einen Auflösungsvertrag verständigt“, blickt Sohl zurück, gibt sich aber auch selbstkritisch: „Ich habe nie ein Blatt vor den Mund genommen. Hätte ich öfter mal die Schnauze gehalten und stattdessen mein Talent mehr genutzt, hätte aus meiner Karriere bestimmt mehr werden können.“

Unter anderem Bundesligist VfL Gummersbach, die Zweitligisten PSV Wilhelmshaven, SG Varel/Altjührden und der Drittligist Ibbenbürener SV waren dann weitere Stationen seiner aktiven Laufbahn.

Als es den gelernten Bankkaufmann beruflich nach Frankfurt verschlug, folgte dort der Einstieg ins Trainergeschäft. Die hessischen Oberligisten TSV Pfungstadt (2002-2004), VfL Goldstein (2004-2006) und HSG Kahl/Kleinostheim (2006-2008) waren die ersten Stationen. Nach diesem Intermezzo zog es den gebürtigen Hattinger in seine Oldenburger Wahlheimat zurück.

Nach 18 Jahren mal wieder in Hameln. Henning Sohl, der künftige Trainer des VfL Hameln, war in der Rattenfängerstadt schon mal auf Wohnungssuche. jko

Zu Beginn der Saison 2009/10 übernahm Henning Sohl die TSG Hatten-Sandkrug und navigierte den Klub ein Jahr durch die 3. Liga West und vier Jahre durch die Oberliga Nordsee. Auf eigenen Wunsch steigt er nun aus dem ursprünglich noch bis zum Ende der Saison 2014/15 laufenden Vertrag aus. „Ich wollte einfach noch einmal etwas anderes probieren. Nach fünf erfolgreichen Jahren war es jetzt einfach Zeit für eine Veränderung“, sagt der inzwischen 42-Jährige. Hameln hatte er dabei zunächst nicht im Fokus. „Björn Schubert, Oliver Glatz und Frank Rosenthal haben aber einiges an Überredungskunst angewandt und mich letztendlich mit einem Gesamtpaket aus sportlicher Perspektive und möglicher beruflicher Option überzeugt“, blickt Sohl auf die intensiven Gespräche zurück und freut sich auf die neue Aufgabe: „Ich komme von außen und möchte neuen Wind in den VfL bringen. Mittelfristig muss die 3. Liga das Ziel sein!“ Derzeit absolviert Henning Sohl seine A-Lizenz-Ausbildung beim Deutschen Handball-Bund (DHB). Nach der Prüfung im Juni steht dann der Umzug von Schortens nach Hameln an. „Für mich schließt sich nun irgendwie ein Kreis, denn vor 18 Jahren ist meine Tochter hier geboren. Wenn mir das vor kurzem jemand gesagt hätte, dass ich noch einmal in Hameln lande...“, lächelt Henning Sohl bei einer Stippvisite in der Stadt.



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