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VfL-Handballer wollen mit Heimsieg gegen Helmstedt Tabellenführung verteidigen

Henke will sich „oben festbeißen“

Hameln. Das kann ein schöner Start ins Wochenende werden. Zum Top-Spiel der Handball-Oberliga erwartet der VfL Hameln bereits am heutigen Freitag (20.15 Uhr, Afferde) die HF Helmstedt-Büddenstedt.

veröffentlicht am 21.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Das Duell gegen den Tabellen-5. verspricht Spannung, denn die zweitbeste Abwehr trifft auf den drittbesten Angriff der Liga. Helmstedt hat schon 249 Tore geworfen, Hameln hat erst 194 kassiert. Das Ziel des VfL ist klar: Mit einem Heimsieg die Tabellenführung zu verteidigen. „Wir haben die große Chance, uns vorne richtig festzubeißen. Deshalb wollen wir nachlegen“, macht Spielmacher Jannik Henke klar. Er weiß aber auch, „dass es definitiv keine einfache Aufgabe wird, denn den Tabellenführer will jeder schlagen“.

Für Trainer Henning Sohl ist der erste Tabellenplatz nur eine schöne Momentaufnahme: „Wir konzentrieren uns ausschließlich auf die nächste Aufgabe. Und die wollen wir zu Hause erfolgreich lösen und unsere Serie von fünf Siegen in Folge ausbauen.“ Personell hat der Chefcoach so gut wie keine Sorgen. Einzig Linksaußen Georg Brendler konnte aufgrund einer leichten Knieverletzung nur eingeschränkt trainieren. „Ich werde erneut rotieren, weil das vorzüglich klappt.“ In Himmelsthür machte Nils Colussi auf Rechtsaußen ein super Spiel, gegen Lehrte überzeugte Sebastian Maczka auf dieser Position ebenfalls. Damit seine Spieler nach dem vielversprechenden Saisonstart nicht abheben, hat Sohl im Training Anfang der Woche den „Richter Gnadenlos“ gespielt und seine Schützlinge mit Mütze und Schal bei sechs Grad Außentemperatur 15 Runden um den VfL-Sportplatz laufen lassen. „Es sollen schließlich alle schön auf dem Teppich bleiben“, lächelt der 43-Jährige, denn es seien ja gerade erst acht Partien gespielt. Vor dem heutigen Duell hat Sohl gehörigen Respekt, denn Helmstedt sei im Rückraum bombig besetzt und auch körperlich sehr präsent: „Aber wir haben auch das nötige Selbstbewusstsein, um gegenzuhalten.“ Die Gäste aus Ost-Niedersachsen waren in den vergangenen Jahren stets ein Kandidat für den Abstiegskampf. Das hat sich in dieser Saison grundlegend geändert. Die fünf Neuzugänge Björn Oswald, Nilas Praest, Christoph Frank, die alle von Concordia Staßfurt kamen, Marc Oswald vom SC Magdeburg II und Torwart Steffen Oppenheimer von der TSG Calbe schlugen voll ein. Der Aufschwung wurde selbst durch einen unvorhergesehenen Trainerwechsel nicht unterbrochen. Als Interimslösung hat der sportliche Leiter Gunnar Mollenhauer den Job von Sebastian Munter übernommen.

Mit 10:6 Punkten rangiert das Team auf Platz fünf und hat lediglich drei Zähler weniger als der VfL auf dem Konto. Auch für das heutige Match in Hameln hat sich Mollenhauer mit seinem Team einiges vorgenommen: „Wir haben in dieser Saison schon oft genug gezeigt, dass wir mithalten können – auch auswärts.“



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