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Helmdach hilft: In Springe den Super-GAU verhindern

Die „Katastrophe schlechthin“ hat Janis Helmdach gerade in Schwerin erlebt. Erst im Sommer war der 23-Jährige von seinem Heimatverein GWD Minden zum Post SV in die 2. Liga gewechselt. Vor wenigen Wochen meldeten die Schweriner Insolvenz an und wurden vom Spielbetrieb abgemeldet. So kam es, dass Helmdach kurzfristig von den HF Springe unter Vertrag genommen wurde – vorerst bis zum Saisonende.

veröffentlicht am 13.11.2012 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

Handball (jab). Die „Katastrophe schlechthin“ hat Janis Helmdach gerade in Schwerin erlebt. Erst im Sommer war der 23-Jährige von seinem Heimatverein GWD Minden zum Post SV in die 2. Liga gewechselt. Vor wenigen Wochen meldeten die Schweriner Insolvenz an und wurden vom Spielbetrieb abgemeldet. So kam es, dass Helmdach kurzfristig von den HF Springe unter Vertrag genommen wurde – vorerst bis zum Saisonende. Es soll und will helfen, am Deister den Super-GAU zu verhindern.

Bei seinem ersten Einsatz am Sonnabend in Oranienburg klappte das noch nicht. Springe unterlag 22:24 und ist nun Tabellenletzter. Helmdach ist aber vom Potenzial der Springer Mannschaft überzeugt. „Eigentlich müsstest du die Tabelle umdrehen, um zu wissen, wo wir hingehören.“

Vielleicht ist es gerade dieses positive Denken, das den Springern derzeit fehlt. „Ich habe schon gemerkt, dass alle unzufrieden sind, auch mit sich selbst. Das Selbstvertrauen fehlt“, sagt Helmdach, der seit einer Woche in Springe trainiert. In Schwerin hat er eine Ausbildung zum Bankkaufmann begonnen – die war ein Grund für seinen Wechsel nach Springe. „Ich hatte auch Angebote aus der 2. Liga, aber ich will meine Ausbildung beenden, das hätte nicht überall geklappt.“ Jetzt ist er bei der Sparkasse Weserbergland untergekommen. Derzeit arbeitet er in Aerzen. Von Blomberg, wo er zurzeit bei seinen Eltern wohnt, liegt das auf dem Weg nach Springe.

„Langfristig ist es natürlich mein Ziel, in der 2. Liga zu spielen – und das würde ich sehr gerne in Springe machen“, sagt der 1,97 Meter große Helmdach, der im linken Rückraum und auf der Mittelposition eingesetzt werden kann. Zu was die HF imstande sind, erlebte er vor knapp zwei Jahren. Damals gastierte er in der ersten DHB-Pokal-Runde mit Minden an der Harmsmühlenstraße – und verlor.

Von dieser Form sind die Springer derzeit meilenweit entfernt. Helmdach will „so schnell wie möglich helfen“, dass es besser wird. „Meine Aufgabe ist es jetzt erstmal, mich vernünftig zu integrieren. In Oranienburg hat man gesehen, dass noch nicht alles gepasst hat, es kann aber auch noch nicht passen nach zwei Trainingseinheiten. Noch ein, zwei Wochen, dann greift ein Rad ins andere.“ Den Rücktritt von Trainer Oleg Kuleshov am vorigen Donnerstag sieht er ganz gelassen: „Ich habe unter ihm ja nicht trainiert. Ich gehe davon aus, dass der Verein eine vernünftige Lösung findet.“



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