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Die Handball-Abstiegsregel bringt den MTV Rohrsen und die HSG Lügde/Bad Pyrmont in Nöte

„Gleitende Skala“ sorgt für das große Zittern

Alle Jahre wieder! Wenn die Handball-Saison in die entscheidende Phase geht, sorgt die Abstiegsregelung bei zahlreichen Vereinen für das große Zittern. „Gleitende Skala“ heißt das Zauberwort, das für reichlich Diskussionen sorgt, aber klar und deutlich ausdrückt, wen es im Kampf um den Klassenerhalt tatsächlich erwischt. Die Zahl der Absteiger aus den höheren Spielklassen gibt auch in den unteren Ligen die Richtung an. Und da sieht es für die Vereine des Kreises Hameln-Pyrmont derzeit nicht nur schlecht, sondern finster aus.

veröffentlicht am 04.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Den Klassenerhalt endgültig sicher haben die gefährdeten Kandidaten eigentlich erst dann, wenn in allen Spielklassen die letzten Partien abgepfiffen sind. Und selbst dann ist noch nicht aller Tage Abend. Denn oft genug zaubert der eine oder andere Verein kurz vor Toresschluss mal schnell noch eine kleine Überraschung aus dem Hut und zieht sein Team vom Spielbetrieb zurück. So wie der VfL Wolfsburg. In der Volkswagenstadt reicht künftig für das Damenteam in der 2. Bundesliga das Geld nicht.

Der Neueinstieg des VfL in der Oberliga sorgt natürlich für reichlich Unruhe. Denn dank der „gleitenden Skala“ und dem Drittliga-Abstieg von Eintracht Hildesheim und dem TSV Burgdorf müssen sich in der 4. Liga gleich fünf Mannschaften Richtung Landesliga verabschieden. Dem VfL Wolfsburg sei Dank!

Dadurch kracht es auch im Gebälk der unteren Spielklassen gewaltig. So ist in der WSL-Oberliga der Abstieg des MTV Rohrsen II bereits vor dem letzten Spieltag in trockenen Tüchern. Beim MTV haben die Verantwortlich viel zu spät gemerkt, dass die Uhr der zweiten Mannschaft auf fünf vor zwölf stand. Fünf nach zwölf reicht es nun nicht mehr, die Mannschaft mit Spielerinnen aus dem Oberliga-Team zu verstärken. Selbst ein Sieg am letzten Spieltag gegen die HSG Lügde/Bad Pyrmont hat für die Damenriege um Trainer Steffen Rasch nur noch statistischen Wert. Aber auch in Bad Pyrmont brennt die Hütte. Wenn die drei Meister der WSL-Ligen ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen, wird es für die Kurstadtdamen ganz bitter. Dann droht an der Südstraße der zweite Abstieg in Folge.

Trainer Steffen Rasch – Absturz mit Rohrsen II. Foto: nls

Bei den Männern sieht die Handballwelt nur unwesentlich freundlicher aus. In der Landesliga hilft dem MTV Rohrsen nur ein Wunder. Wenn die SF Söhre aus der Verbandsliga absteigen, bleibt am Samstag selbst ein Sieg im Kellerduell bei Burgdorf III nicht mehr als in guter Erinnerung. Und zwei Punkte gegen die Dritte des Bundesligisten einzufahren, ist wohl nur ein Wunschtraum. Denn die Burgdorfer werden nicht nur Springes Ex-Trainer Sven Lakenmacher, sondern auch noch einige andere routinierte Größen aufbieten, um nichts anbrennen zu lassen.



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