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Handball: Hamelns Trainer Huchzermeier in der Kritik / Schafft VfL die Wende?

Fans fordern Rauswurf

HAMELN. Was ist bloß beim Handball-Oberligisten VfL Hameln los? Nach der Niederlagen-Serie fordern die ersten Fans den Rauswurf von Trainer Frank Huchzermeier, der für die Krise verantwortlich gemacht wird.

veröffentlicht am 24.02.2018 um 11:12 Uhr

Wird von einigen Fans für die Krise verantwortlich gemacht: VfL-Trainer Frank Huchzermeier. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge droht beim Handball-Oberligisten VfL Hameln die Stimmung zu kippen! Nach der 23:29-Pleite bei der SG Börde Handball fordern die ersten Fans in Facebook-Kommentaren bereits den Rauswurf von VfL-Trainer Frank Huchzermeier, der für die Krise verantwortlich gemacht wird. Unter seiner Regie droht der VfL vom Aufstiegs- zum Abstiegskandidaten zu mutieren, so der Tenor der Kritik. Denn der Vize-Meister der Vorsaison dümpelt im Niemandsland der Tabelle auf Platz neun herum – nur sechs Punkte vom Tabellenkeller entfernt. Sollte der VfL auch am Samstag (19.15 Uhr) das Heimspiel gegen die HF Helmstedt-Büddenstedt verlieren, könnte es noch einmal eng werden – auch für Huchzermeier. Zumindest Manager Frank Rosenthal stärkt dem VfL-Trainer, den die Grippewelle erwischt hat, in einem Interview den Rücken: „Die Chemie stimmt, wir wollen den Karren alle gemeinsam wieder aus dem Dreck ziehen.“ Sollte es dem VfL in den nächsten Spielen allerdings nicht gelingen, endlich die Talfahrt zu stoppen, wird die Kritik am Trainer bestimmt nicht verstummen.

Huchzermeier alleine für die Seuchen-Saison des VfL verantwortlich zu machen, wäre zu einfach. Vor Saisonbeginn hat Hamelns Manager-Trio Oliver Glatz, Frank Rosenthal und Björn Schubert es versäumt, die Mannschaft gezielt zu verstärken. Nennenswerte Neuzugänge gab es nicht. Wenn alle fit sind, zählt Hamelns Kader zu den Topteams der Oberliga. Weil ein Aufstieg in die 3. Liga sowieso kein Thema war, weil sich der Verein das finanzielle Abenteuer nicht leisten kann, baute der VfL auf den nahezu unveränderten Kader der Vorsaison. Die Rechnung wäre wohl aufgegangen, wenn mit Torben Höltje, Jannis Pille und Jannick Henke nicht der komplette Rückraum monatelang ausgefallen wäre. Pille hat sich zum zweiten Mal den Daumen gebrochen und wird voraussichtlich erst im April sein Comeback feiern. Henke droht aufgrund seines Leistenbruchs sogar das Saison-Aus und Höltje plagt sich seit einer gefühlten Ewigkeit mit einem Knorpelschaden im Knie herum. Wann bzw. ob der VfL-Kapitän noch einmal richtig fit wird, ist ungewiss. Fest steht: Die Verletzungsmisere ist ein Grund für die Krise, aber bestimmt nicht der einzige. Denn seit Wochen spielt der VfL wie ein Abstiegskandidat. Der Tiefpunkt war die peinliche Heimpleite gegen das damalige Schlusslicht Rosdorf. Einige junge Spieler wirken zurzeit total verunsichert und trauen sich nichts zu. Ihnen merkt man an, dass nach der Niederlagen-Serie das Selbstvertrauen fehlt. Die Fans rätseln: Was ist bloß mit dem VfL los?



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