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Der Abstand zur Spitze schrumpft – HF-Coach Holger Schneider blickt aber nicht nach oben

„Es zählt nur der Klassenerhalt“

Springe. Trainer Holger Schneider spricht im Interview über den Aufschwung der Handballfreunde Springe.  

veröffentlicht am 19.02.2013 um 14:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:41 Uhr

Springe. Letzter der 3. Liga waren die Handballfreunde Springe, als Trainer Holger Schneider sie vor drei Monaten übernommen hat. Die Abstiegsgefahr ist mittlerweile gebannt, sieben Zähler Vorsprung haben die Springer auf den drittletzten Platz. Mit 9:1 Punkten in diesem Jahr sind sie die bislang beste Rückrundenmannschaft, zuletzt gewannen sie 33:30 bei Flensburg/Handewitt II, das bis dahin ebenfalls noch kein Spiel in diesem Jahr verloren hatte. Sportredakteur Jan-Erik Bertram hat mit Schneider über den Aufschwung und mögliche neue Ziele gesprochen.

Herr Schneider, mittlerweile läuft es richtig gut, oder?

Was heißt, es läuft? Am Wochenende in Flensburg haben wir 20 Minuten wirklich sehr gut gespielt, danach haben wir rumgeeiert. Das gefällt mir gar nicht. Aber wenn wir vergleichen, wo wir vor drei Monaten standen, sind wir schon einen Schritt weiter.

Das Selbstvertrauen ist wieder da. Woher kommt es?

Die Jungs arbeiten gut mit, verfolgen ihr Ziel und setzen es vernünftig um. Es passt gut im Moment, in der Truppe kämpfen alle wieder füreinander.

Kampf ist derzeit die Stärke, die spielerische Leichtigkeit der letzten Jahre fehlt aber noch.

Aber wir werden mittlerweile wieder ernst genommen von den Gegnern. Es geht ja auch nicht darum, die andere Mannschaft abzuschießen. Aber die Phasen, in denen wir so spielen wie in den ersten 20 Minuten in Flensburg, müssen wir verlängern. Das Niveau müssten wir 50 Minuten halten, das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus. Das geht nur über die Physis und viel Training, und da haben wir einen großen Schritt gemacht.

Sie haben Daniel Deutsch auf die Mittelposition beordert. Das war aber nur ein Baustein für den Aufschwung. Welche Bausteine gibt es noch?

Die Jungs haben wieder Vertrauen in die eigene Leistung bekommen. Und sie haben sich gemeinsam als Team zusammengerissen.

Nach dem Sieg in Flensburg ist der Abstand zum Spitzenreiter erstmals in dieser Saison kleiner als zum ersten Abstiegsplatz. Geht vielleicht noch was nach oben?

Darüber wollen wir noch nicht nachdenken. Unser Ziel ist immer noch ein einstelliger Platz. Den können wir nächstes Wochenende erreichen, wenn es gut läuft.

Die Reise geht nach Tarp.

Das ist eine Spitzenmannschaft, die aufsteigen will. Es wird nicht leicht. Aber wir haben das Selbstvertrauen, um da zu gewinnen. Die müssen uns erstmal schlagen.

Nochmal zum Thema Meisterschaft: In dieser Saison gibt es die verrücktesten Ergebnisse – da ist bei sechs Punkten Rückstand auf den ersten Platz doch noch alles drin.

Darüber muss man mit mir nicht diskutieren. Wichtig ist nur, dass wir die Liga halten und da sind wir ein schönes Stück weiter gekommen.



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