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Emmerthals Torhüter Andrew Treuthardt denkt auch nach fünf Siegen nicht an die Meisterschaft

Erfolg lässt ihn nicht abheben

Emmerthal. 60 Minuten Großalarm – auf dem Spielfeld und vor allem vor seinem Tor. Deshalb verschwand Emmerthals Keeper Andrew Treuthardt auch erst mal ganz schnell in der Kabine, als die Schiedsrichter in der Sporthalle Kirchohsen nach einem 21:20-Zittersieg den Landesliga-Krimi zwischen der TSG und Herrenhausen-Stöcken abgepfiffen hatten.

veröffentlicht am 22.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Der Mann zwischen den Pfosten, der Herrenhäuser Würfe gleich serienweise entschärfte, musste erst mal kräftig durchatmen und nach einer Stunde Dauerstress die nötige Ruhe finden. Und vor allem das Trikot wechseln, denn das konnte er auswringen. „Das war aber kein Angstschweiß“, lachte er, als der Puls endlich wieder runtergefahren war und Emmerthals Matchwinner das zeitweise mit harten Bandagen geführte Spiel noch einmal locker und entspannt Revue passieren ließ.

Aus seinem Torkreis hatte er alles bestens im Blick. Als erfahrener Torwart hatte er die Schwächen und Stärken seiner Mitspieler schnell erkannt. Und natürlich gesehen, dass auch Herrenhausens Abwehr griffig und recht rustikal zur Sache ging. „Gegen die haben wir uns jedes Tor hart erkämpfen müssen“, lobte er seine Mitstreiter. Treuthardt erkannte aber auch die Problemfälle: „Vor allem die erste Welle klappte bei uns überhaupt nicht. Aber die Herrenhäuser waren auch ganz schön schnell auf den Beinen.“ Titelträume haben ihn nach fünf Siegen in Folge übrigens noch nicht aus dem Schlaf gerissen. „An die Meisterschaft denke ich derzeit überhaupt nicht“, sagt der „Mann mit Auge“, der zwischen den Pfosten auch die nötige Ruhe ausstrahlt. „Wir wollen in den kommenden Wochen vor allem unsere Heimspiele gewinnen. Wenn das klappt, bleiben wir erst mal oben dran.“

Die Wochen der Wahrheit haben für Treuthardt, der auch schon beim VfL Hameln und MTV Rohrsen spielte, mit dem Herrenhausen-Spiel bereits begonnen, und die finden mit zwei Auswärtspartien bei den HO-Handballern in Hessisch Oldendorf (26. Oktober) und der ebenfalls unbesiegten TuS Vinnhorst (23. November) sowie dem Heimspiel gegen Anderten II (17. November) ihre Fortsetzung. Für Treuthardt zwar eine harte Nummer, doch er hält nicht hinter dem Berg: „Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken.“



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