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Handball: Nienburg gegen HO Handball: Fällt im Topspiel die Vorentscheidung?

Endspiel um den Titel

BEZIRK HANNOVER. HSG Nienburg gegen HO Handball – mehr Topspiel geht nicht. Das macht schon der Blick auf die Tabelle der Handball-Landesliga der Frauen deutlich.

veröffentlicht am 02.03.2018 um 15:23 Uhr

Szene aus dem Hinspiel: Viola Pallas (HO Handball) im Duell mit Wencke Grabisch und Carina Wolf (HSG Nienburg). Foto: awa
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Nach 15 von insgesamt 22 Spieltagen ist Hessisch Oldendorf mit 28:2 Punkten Erster, Nienburg mit 27:3 Punkten Zweiter. Im direkten Duell der beiden Titelfavoriten am Samstag (17 Uhr) in der St.-Laurentius-Halle in Liebenau könnte im Kampf um die Meisterschaft die Vorentscheidung fallen. Für Hessisch Oldendorfs Trainer Mike Bezdicek ist das gefühlte Endspiel trotzdem nur „ein ganz normales Handball-Spiel. Es geht wieder nur um zwei Punkte“. Fest steht aber: Wer nach dem Topspiel auf Platz eins steht, kann aus eigener Kraft den Oberliga-Aufstieg perfekt machen. Dementsprechend gilt für beide Teams: Verlieren verboten!


Die Ausgangslage: Hessisch Oldendorf reicht ein Remis, um die Tabellenführung zu verteidigen. Nienburg muss gewinnen, um das Team von Trainer Mike Bezdicek von Platz eins zu verdrängen. Beide Teams haben erst ein Saisonspiel verloren. Hessisch Oldendorf kassierte die bisher einzige Saisonniederlage gleich am ersten Spieltag beim 25:27 in Großenheidorn. Nienburg verlor mit 22:26 das Hinspiel in Hessisch Oldendorf. Durch das 34:34-Unentschieden in Empelde hat die HSG unterm Strich einen Minuspunkt mehr.


Fällt im Topspiel die Vorentscheidung im Titelkampf? Vermutlich ja, auch wenn beide Mannschaften anschließend noch fünf Spiele haben. „Gewinnen wir das Spiel, dann wird es schwierig, uns noch vom Sockel zu stoßen“, sagt HO-Coach Mike Bezdicek. Das sieht auch Nienburgs Coach Janosch Rosenow so. Der Ausgang der Partie werde wohl darauf hinweisen, wer den Aufstieg schaffen wird – „aber wir dürfen nicht vergessen, dass auch nach dieser Begegnung noch einige schwere Spiele auf uns warten“. So spielen beide Teams unter anderem noch gegen den Vorjahres-Meister TuS Empelde. Nienburg muss auch noch auswärts beim Oberliga-Absteiger Hannover-West antreten – und HO Handball beim Tabellendritten in Hildesheim.


Wer ist Favorit? Vor Saisonbeginn hatte die junge Nienburger Mannschaft (Altersdurchschnitt knapp 20 Jahre) fast niemand auf der Rechnung. Als Tabellenzweiter hat die HSG bisher die Erwartungen weit übertroffen. Dementsprechend gering ist laut Nienburgs Coach Janosch Rosenow der Erfolgsdruck: „Wir werden unser Bestes geben und dann sehen, ob es reicht.“ Nach 14 Siegen in Serie ist Hessisch Oldendorf zwar der Favorit, aber durch den Heimvorteil ist Nienburg bestimmt ein gleichwertiger Gegner. Vermutlich wird es ein enges Match. Das lässt auch der Blick in die Statistik vermuten: Nienburg (489 Tore) hat den besten Angriff der Liga, Hessisch Oldendorf (338 Gegentore) die beste Abwehr.


Welche Spielerinnen machen den Unterschied aus? Bei Hessisch Oldendorf auf jeden Fall Lisa Huch, Kathrin Hill und Viola Pallas. Die drei ehemaligen Drittliga-Spielerinnen sind die absoluten Führungsspielerinnen und das Gerüst der HO-Mannschaft. Und dazu noch sehr torgefährlich. Insbesondere Lisa Huch, die mit 132 Treffern sogar die Top-Torjägerin der Oberliga ist – vor Nienburgs Carina Wolf (120). Beide werfen im Schnitt über acht Tore pro Spiel und sind nicht gleichwertig zu ersetzen. Im Klartext: Unverzichtbar. Mit den Clasen-Schwestern und Wenke Grabisch hat die HSG weitere Spielerinnen in ihren Reihen, die am Ende den Unterschied ausmachen können.



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