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Handball: Oberligist VfL Hameln will beim Lehrter SV die Talfahrt der letzten Wochen beenden

Endlich mal wieder jubeln

HAMELN. Die Negativserie von fünf Spiele ohne Sieg reicht den Handballern des VfL Hameln. Nach der Spätschicht am Freitag beim Tabellennachbarn Lehrter SV will das Team von Trainer Frank Huchzermeier endlich mal wieder jubeln.

veröffentlicht am 01.03.2018 um 19:29 Uhr

Zuletzt nur ein Punkt aus fünf Begegnungen – so richtig kam die Ansage von Trainer Frank Huchzermeier bei seinen Spielern wohl nicht an. Foto: Stefan Luksch
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Doch so kann man sich irren! Als die Oberliga-Handballer des VfL Hameln ihr erstes Heimspiel im neuen Jahr mit 29:27 gegen die HSG Nienburg gewonnen und sich mit 16:10 Punkten in die obere Tabellenhälfte abgesetzt hatten, verbreitete Trainer Frank Huchzermeier jede Menge Optimismus und lehnte sich weit aus dem Fenster: „Wir wollen bis zum Saisonende kein Spiel mehr verlieren!“

Doch die Ernüchterung folgte prompt und knüppeldick. Vier Spiele, vier Niederlagen. Selbst mit dem 24:24-Unentschieden am letzten Wochenende beim Tabellendritten HSG Helmstedt-Büddenstedt konnte bei der Talfahrt, die den VfL mit 1:9 Punkten in Folge ganz schnell vom fünften auf den neunten Rang zurückgeworfen hat, keinesfalls der dringend erforderliche Bremsfallschirm gezogen werden. Das Team um Torhüter Zsolt Kovacs will endlich mal wieder jubeln. Die Talfahrt der letzten Wochen will der VfL beim Lehrter SV (Fr., 20.15) beenden. Doch wenn das nicht klappt, dürfte die Stimmung bei der Heimreise eher auf den Nullpunkt sinken.

Mit breiter Brust laufen die VfLer wohl kaum beim von Lutz Ewert trainierten Nachbarn aus dem Niemandsland der Tabelle auf. Schließlich entführten die LSV-Handballer bereits im Hinspiel (23:22) beide Punkte aus der Sporthalle Afferde. Doch ein kleiner Hoffnungsschimmer glimmt – denn auch die Gastgeber zeigten sich in den letzten drei Partien auch nur als freundlicher Punktelieferant.

Mit Jannik Henke, Torben Höltje und Jannis Pille fallen weiterhin drei wichtige Leistungsträger aus, für die es kaum Alternativen gibt. Dazu hat sich Andreas Gödecke das Knie verdreht – Bänderdehnung lautete die Diagnose. „Es sieht nicht so gut aus“, musste der Pyrmonter zugeben. Doch der Abwehrrecke ist ein harter Hund und pflegt seine Verletzung schon seit Tagen intensiv mit einem altbewährten Hausmittel. „Retterspitz soll am bestens helfen, vielleicht klappt es in Lehrte ja schon wieder“, hofft Gödecke.

Nach der Negativ-Serie von fünf sieglosen Spielen hat es in den letzten Tagen nun auch in der Gerüchteküche des Oberligisten angefangen zu brodeln. Die Heckenschützen schossen bereits ihre ersten Pfeile Richtung Trainer ab. „Der bleibt nicht bis zum Ende der Saison“, war schon durchgedrungen. Doch von solchen Tönen will man im Kreis der Spieler nichts hören.



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