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Vor dem Test gegen die Hanballfreunde: Gummersbachs Bundesliga-Coach im Interview

Emir Kurtagic :„Das Alter ist kein Problem“

Emir Kurtagic ist mit 31 Jahren der jüngste Coach der Handball-Bundesliga. Seit Dezember trainiert er den Traditionsklub VfL Gummersbach, den zuvor der ehemalige Bundesliga-Trainer der SG VfL/BHW Hameln, Sead Hasanefendic, coachte. Als die Gummersbacher im vergangenen Dezember in akuter Abstiegsgefahr schwebten, wurde Hasanefendic gefeuert und Kurtagic vom Assistenz- zum Cheftrainer befördert. Vor dem Testspiel gegen die Handballfreunde in Springe (Sonntag, 17 Uhr) sprachen wir mit dem Bundesliga-Coach.

veröffentlicht am 27.07.2012 um 12:59 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

Nervt es Sie eigentlich, auf Ihr Alter angesprochen zu werden?

Nein, gar nicht, das ist für mich kein Problem. Ich bin eher stolz drauf.

Aber Sie sind jünger als manche Ihrer Spieler, gibt es keine Autoritätsprobleme?

Nein, wir sind eine Gruppe, die zusammenarbeitet. Letztlich ist es doch eine Frage des Könnens. Wenn die Jungs merken, dass das, was wir machen, erfolgreich ist, gibt es auch keine Probleme. Ich bin ohnehin kein Typ, der gesiezt werden will. Ich bin Teamplayer und habe kein Problem damit, bei den Jungs nachzufragen, wie sie bestimmte Dinge sehen.

Woran liegt es, dass immer mehr Vereine auf junge Trainer setzen?

Das ist ein Trend, den man ja auch im Fußball beobachten kann. Ich glaube, es ist keine Frage von Jung und Alt. Man bildet sich aus, macht auf sich aufmerksam – ich habe natürlich auch ein bisschen Glück gehabt.

Sie haben den VfL nach dem zwölften Spieltag im Abstiegskampf übernommen und die ersten sechs Spiele auch nicht gewonnen. Haben sie Muffe bekommen?

Die Lage war so, dass es nicht schlimmer werden konnte. Hoffnung hat mir gegeben, dass der Einsatz gestimmt hat. Ich wusste, dass wir auf dem richtigen Weg sind, es ging mehr um den Druck der Öffentlichkeit. Es ist nicht einfach bei so einem Traditionsverein in so einer Situation.

Nach der Winterpause haben Sie nur noch fünf Spiele verloren und den VfL ins sichere Mittelfeld geführt. Es geht also weiter in der 1. Liga, und zum Saisonstart kommt gleich THW Kiel – ist das gut oder schlecht?

Es spielt keine Rolle, wann man gegen Kiel spielt – das ist momentan die weltbeste Mannschaft, da hat man nie was zu verlieren.

Was wissen Sie über die HF Springe?

Es ist ein starker Drittligist, der Trainer ist ein alter Bekannter von uns (Oleg Kuleshov spielte in der Saison 2007/08 für den VfL; d. Red.). Wir spielen am Sonnabend in Stadthagen gegen Burgdorf und wir wollten nicht sofort zurück. Da hat sich das Spiel in Springe angeboten. Wir werden mit der bestmöglichen Mannschaft auflaufen, haben aber auch viele Jungen aus der A-Jugend, die Einsatzzeiten kriegen sollen. Dafür bietet sich so ein Spiel an.



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