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VfL-Coach Hajo Wulff sagt Tschüs

Eine Laola-Welle zum Abschied – aber keine Punkte

Handball (aro/jko). Zum Abschied gab es zwar keinen Sieg, aber dafür eine Laola-Welle der weiblichen Fans, die sich extra auf den Balkon der Sporthalle Nord schlichen, um ein Plakat für Hajo Wulff aufzuhängen. Als der Trainer des VfL Hameln die Botschaft „Danke Hajo“ las, mussten er und sein Nachfolger Sönke Koß schmunzeln. Damit hatte der 38-Jährige wohl nicht gerechnet.

veröffentlicht am 29.05.2011 um 19:21 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

Umso schöner war die Überraschung. Sein letztes Spiel als Trainer des VfL Hameln „hätte ich gerne noch einmal gewonnen“, gab Wulff hinterher zu. Aber der Gegner machte ihm und seinem Team einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn insbesondere Robin Kothe (11/5), Malte Westendorf (8) und Mamadou Jobé (5) bekam die Hamelner Abwehr nicht so richtig in den Griff.

Doch irgendwie störte ihn die 27:33-Niederlage gegen Burgdorfs Bundesliga-Reserve nicht wirklich. Das Ergebnis war ihm am Ende dann doch völlig egal. Gleiches gilt für den Tabellenplatz. Als Sechster beendete der VfL die Oberliga-Saison, in der man die Erwartungen der Fans nicht erfüllen konnte. Ein Beleg dafür ist, dass die Tribüne der Halle Nord wieder einmal nur spärlich gefüllt war.

Gerade einmal 200 Zuschauer, wenn überhaupt, kamen zum letzten Heimspiel, das irgendwie ein Spiegelbild der ganzen Saison war. Es gab Höhen und Tiefen. Und weil es gegen Burgdorf im Grunde um nichts mehr ging, war die Luft raus. Das sah auch Wulff so. Die Partie entpuppte sich als Fehlpass-Festival. Als der VfL in der zweiten Hälfte zwischenzeitlichen mit 15:24 zurücklag, drohte Glatz und Co. sogar ein Debakel, das zum Glück ausblieb. Die Schiedsrichter brachten noch Farbe ins Spiel und zeigten David-Niclas Emmel sowie Burgdorfs Keeper Ingo Henze nach einem Zweikampf die Rote Karte.

Wulff, der am Donnerstag mit dem VfL-Tross in den Flieger Richtung Mallorca steigt, zog eine positive Bilanz seiner Trainerlaufbahn in Hameln: „Es hat mir hier immer viel Spaß gemacht. Der VfL ist wie eine Familie für mich“, verabschiedete sich Wulff. „Ich habe viel gelernt, viel falsch gemacht, aber vielleicht auch einiges richtig gemacht“, sagte Wulff, der dem VfL als Zuschauer treu bleiben will.

VfL Hameln: Kinne, Grote; Jannis Pille (6), Glatz (4), Hylmar (4), Wood (4), Schubert (3), Höltje (3/2), Heemann (2), Künzler (1), Clausing, Emmel, Jasper Pille.



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