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Nur 31:31 in Nienburg / VfL Hameln verspielt in den Schlussminuten den möglichen Sieg

Eine gefühlte Niederlage für Glatz und Co.

Handball (jko). War es ein gewonnener Punkt – oder ein verlorener? Diese Frage stellt man sich oft nach einem Remis. Für Hajo Wulff war die Antwort nach dem 31:31 (16:16) des Oberligisten VfL Hameln in Nienburg klar. Der Trainer sprach von einem verlorenen Punkt.

veröffentlicht am 13.02.2011 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:21 Uhr

Seine Mannschaft spielte zwar nicht gut, war aber 50 Minuten das bessere Team. Doch anstatt die zwischenzeitlich klare Führung weiter auszubauen, „haben wir das Heft aus der Hand gegeben“, ärgerte sich Wulff, dessen Team in der ersten Hälfte mit 15:13 (25.) führte. Doch beim Seitenwechsel war die Führung futsch. Plötzlich stand es nur noch 16:16. Die zweite Halbzeit war ein Spielbild der ersten. Der VfL, der schnell mit drei Toren (20:17) vorne lag, verteidigte die Führung bis kurz vor Schluss. Doch dann riss plötzlich der Faden, weil Sven Hylmar und Torben Höltje in Unterzahl ihre Torchancen nicht nutzen konnten. Im Gegenzug schlug das Team aus Nienburg, bei dem Manuel Rasch (9) und Stephan Voigt (6) am treffsichersten waren, eiskalt zu. Nach vier Toren in Folge lag die kampfstarke HSG 60 Sekunden vor dem Ende plötzlich 30:31 vorne. Die Nienburger träumten sogar von einer Sensation, die in der Luft lag. „Wir haben es nicht geschafft unsere Angriffe auszuspielen und den Gegner aus der Abwehr zu locken. Stattdessen kassieren vier Tore in drei Minuten“, war Wulff sauer. 18 Sekunden vor dem Ende gelang David-Niclas Emmel wenigstens noch der Ausgleichstreffer.

Während die abstiegsbedrohten Nienburger, die sogar noch drei Siebenmeter vergaben, das Unentschieden wie einen Sieg feierten, atmete der VfL-Trainer kräftig durch: „Wir müssen froh sein, überhaupt noch einen Punkt mitzunehmen.“ Gute Noten verdienten sich einzig Kapitän Oliver Glatz und David-Niclas Emmel, der über weite Strecken für Heiko Heemann am Kreis zum Einsatz kam. Heemann klagte mit zunehmender Spieldauer über Magenprobleme und konnte in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr eingesetzt werden. Den eingewechselten Youngster Jasper Pille ereilten die gleichen Symptome, sodass auch er in der letzten Viertelstunde passen musste. Die Eltern von Heiko Heemann übernahmen unmittelbar nach Spielende den Krankentransport und fuhren beide Spieler auf schnellstem Weg nach Hause. VfL Hameln: Kinne, Grote; Jannis Pille (7), Glatz (7/2), Emmel (4), Schubert (4), Hylmar (4), Heemann (2), Höltje (1), Wood (1), Clausing (1), Künzler, Jasper Pille.



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