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25:25 im Kellerduell gegen Hahlen: Last-Minute-Tor von Manuela Schostag rettet Rohrsen Remis

„Ein Scheißspiel“

Hameln. Es war ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, das man eigentlich unbedingt gewinnen muss, wenn man den Klassenerhalt schaffen will. Gerade zu Hause. Aber am Ende konnten Rohrsens Handballfrauen sogar noch froh sein, dass sie das Drittliga-Kellerduell gegen den TSV Hahlen nicht verloren haben. Mit einem 7-Meter-Tor zum 25:25-Endstand rettete Manuela Schostag mit ihrem achten Treffer 48 Sekunden vor Schluss das nicht mehr für möglich gehaltene Remis für Rohrsens Frauen, die kurz vor Spielende mit 19:24 (54. Minute) fast schon aussichtslos zurücklagen. Doch die drohende Niederlage konnte in den Schlussminuten gerade noch verhindert werden.

veröffentlicht am 18.01.2015 um 12:22 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

„Das war ein Scheißspiel“, ärgerte sich Rohrsens Coach Frank Käber über die schwache Leistung seines Teams, das offensichtlich sehr nervös war und im Angriff Chancen en masse verballerte. Insgesamt waren es laut Käber 34 (!) Fehlwürfe, davon zwei verworfene Siebenmeter, und viele unnötige Ballverluste: „Wir haben wirklich schlecht gespielt und haben den Punkt nur deshalb verdient, weil wir den Fünf-Tore-Rückstand noch einmal mit viel Kampf wettgemacht haben. Eigentlich hätte Hahlen das Spiel gewinnen müssen.“ Und das, obwohl der Tabellenvorletzte laut Käber „einen ganz biederen, einfachen Handball spielte“. Doch damit kamen Rohrsens Frauen, die zur Halbzeit mit 10:11 zurücklagen, irgendwie nicht klar. Nicht nur im Angriff war beim MTV viel Sand im Getriebe, auch Rohrsens Abwehr erwischte nicht ihren besten Tag.

Hahlens beste Torschützin Melanie Gritzan erzielte acht ihrer elf Treffer (davon sieben Siebenmeter) in der ersten Halbzeit, Janina Niemann fünf ihrer sechs Treffer nach dem Seitenwechsel. Doch zum Auswärtssieg reichte es nicht, weil der TSV Hahlen in den Schlussminuten die komfortable Fünf-Tore-Führung aus der Hand gab. Unterm Strich war es für Rohrsen ein glücklicher Punktgewinn, der am Saisonende Gold wert sein könnte, weil in der 3. Liga bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Und da Rohrsen das Hinspiel mit 30:25 gewonnen hat, würde Hahlen bei Punktgleichheit auch ein besseres Torverhältnis nichts nützen. Das ist ein kleiner Vorteil. Mehr aber auch nicht. Denn bis zum angepeilten Klassenerhalt ist es noch ein langer Weg.

MTV Rohrsen: Manuela Schostag (8/2), Nevena Orsulic (6), Saskia Parpart (5), Nele Biester (3), Christin Bormann (2), Maja Niemeyer (1)



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