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36:33 – VfL tut sich gegen Schaumburg-Nord schwer / Höltje schon wieder verletzt

„Ein kräftezehrendes Match“

Hameln. Torben Höltje hat es bei seinem Comeback schon wieder erwischt. Beim glanzlosen 36:33 (18:18)-Arbeitssieg von Hamelns Oberliga-Handballern gegen die HSG Schaumburg-Nord brach beim VfL-Kapitän die alte Ellenbogenverletzung wieder auf. Die Partie war für den 26-Jährigen Rückraumspieler bereits eine Viertelstunde vor Schluss vorzeitig beendet. „Es ging einfach nicht mehr“, so Höltje. „Ich hatte wieder starke Schmerzen und konnte nicht mehr werfen.“

veröffentlicht am 01.03.2015 um 16:06 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

Als Höltje raus musste und von Physiotherapeutin Denise Schubert behandelt wurde, war die Partie noch völlig offen – bis zum 28:27 (48.). Dann kehrte Yannick Rüter, der zu Beginn des Spiels glücklos agierte und in der 22. Minute für Holger Günzel ausgewechselt wurde, wieder zwischen die Pfosten zurück. Seine Einwechslung erwies sich als Glücksgriff, denn der Youngster parierte nicht nur einen Siebenmeter von Schaumburgs Marcel Rose, sondern machte noch drei weitere Chancen der Gäste zunichte. In der 57. Minute bewies Trainer Henning Sohl beim Stand von 34:32 ein goldenes Händchen, legte rechtzeitig die Grüne Karte für eine Auszeit auf den Kampfrichter-Tisch und bewahrte sein Team vor einem drohenden Ballverlust. Nach der Auszeit blieb der VfL somit in Ballbesitz. Der diesmal stark auftrumpfende Oliver Glatz sowie Nils Colussi legten zwei Treffer zum 36:32 nach und sorgten damit für die Vorentscheidung. Unterm Strich war es ein schwer erkämpfter Heimsieg. Das sah auch Sebastian Maczka so: „Das war ein kräftezehrendes Match.“ Es sei eher ein Spiel für die Zuschauer als für die Taktiker gewesen, meinte der 19-jährige Rechtsaußen des VfL, denn beide Teams vernachlässigten die Defensive und boten sich über 60 Minuten einen offenen Schlagabtausch. „Wir finden langsam zur alten Form zurück und haben uns im wahrsten Sinne des Wortes in die Erfolgsspur zurück gekämpft.“ VfL-Coach Henning Sohl sah zwar eine schwache Abwehrleistung seines Teams, stellte aber fest, „dass wir eine Klasse besser gespielt haben als zuletzt gegen Münden. Im Angriff waren wir deutlich effektiver und unsere Quote an technischen Fehlern haben wir um einiges minimiert.“ Auch sein Schaumburger Kollege Jörg Hasselbrink haderte mit der Defensive: „Unser Problem war nicht der Angriff, sondern die Abwehr.“

VfL Hameln: Rüter, Günzel - Glatz (8/3), Maczka (6), Heemann (5), Niemeyer (4), Höltje (4/1), Colussi (3), Schorich (2), Henke (1), Künzler (1), Schubert (1), Pille (1), Gödecke.jko



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