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Handball: Höltje hilft trotz Knieverletzung – aber VfL Hameln unterliegt 21:24 in Söhre

Ein Held ohne Happy End

SÖHRE. Alles für die Mannschaft – alles für den Verein. Gewiss nicht jeder Spieler denkt und handelt vor allem auch so, Torben Höltje aber schon. Ein Vorbild in Sachen Mannschaftsgeist. Denn eigentlich ist der Kapitän des VfL Hameln nach einem Knorpelschaden im Knie gewissermaßen im Krankenstand. Handball spielen ohne Schmerzen, ist für ihn kaum möglich.

veröffentlicht am 04.02.2018 um 12:59 Uhr
aktualisiert am 04.02.2018 um 14:50 Uhr

Konnte nur 30 Minuten helfen: Torben Höltje. Foto: nls
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Aber weil der Handball-Oberligist in dieser Saison von einer Personalmisere in die andere stolpert, biss der Rückraumakteur mit Übersicht kräftig auf die Zähne und streifte bei der Auswärtspartie in Söhre noch einmal das Trikot über. Und Höltje feierte dort ein Comeback, dass sich sehen lassen konnte. Allerdings nur 30 Minuten, dann kam der Schmerz zurück. Feierabend. Der bis dato dreifache Torschütze musste vorzeitig unter die Dusche und avancierte so zum Helden ohne Happy End. Das sportliche Unheil der Hamelner nahm nun seinen Lauf und endete schließlich in einer 21:24-Niederlage. Solange Torben Höltje auf der Mittelposition noch Regie führen konnte, hatte der VfL in Söhre auch Oberwasser und ging mit einer 13:11-Führung in die Kabine. „Man hat gemerkt, dass er gefehlt hat. Es fehlte ohne ihn die Struktur. Das muss man ihm aber ganz hoch anrechnen, dass er sich so in den Dienst der Mannschaft stellt“, lobte Trainer Frank Huchzermeier. Zwar führte die Hamelner noch bis zur 40. Minute (17:15), dann aber potenzierte sich plötzlich die Fehlerquote in Abwehr und Angriff. Der Bruch im Spiel, denn nun waren die Sportfreunde am Ruder. Fünf Gegentore in Serie besiegelten schließlich das Hamelner Schicksal und den damit verbundenen Absturz ins Mittelmaß der Liga.

„Die Schwächeperiode hat uns letztlich die Punkte gekostet“, analysierte Frank Huchzermeier. Auch der wieder genesene Torhüter Zsolt Kovacs, der nach einem Fingerbruch bei seinem Comeback eine tadellose Leistung zwischen den Pfosten ablieferte und auch Toptorschütze Jannis Pille (9) konnten an der sechsten Saisonniederlage des VfL letztlich nichts ändern.

„Die Köpfe gingen am Ende ein bisschen runter und wir haben einfache Tore kassiert. Positiv muss man hervorheben, dass Zsolt der Mannschaft im Tor wieder helfen kann. Einfach ein klasse Torwart“, ist Huchzermeier froh, dass er nun wenigstens eine Sorge weniger hat. ro/awa

Information

VfL Hameln: Zsolt Kovacs, Tim Heisterhagen – Patrick Künzler, Jannis Pille (9), Niklas Colusso, Torben Höltje (3), Oliver Glatz (2), Daniel Maczka, Tim Jürgens (2), Johannes Evert (2), Andreas Gödecke, Sebastian Maczka (2), Janis Dohme, Jasper Pille (1).

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