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Für Handball-Chef Stephan Kutschera ist der Niedergang die bitterste Serie in mehr als 100 Jahren Vereinsgeschichte

Dritter Abstieg, aber Emmerthals Spieler jubeln noch

Handball. Gute Zeiten, schlechte Zeiten – die Handballer der TSG Emmerthal müssen sich die Soap-Serie im Fernsehen gar nicht erst anschauen. Denn sie haben erst die guten, dann die schlechten Zeiten in den vergangenen 18 Jahren live auf dem glatten Hallenparkett miterlebt.

veröffentlicht am 20.04.2011 um 16:43 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Viele Jahre strahlte über der Sporthalle Kirchohsen die Sonne. In den vergangenen drei Spielzeiten zogen am Emmerthaler Handball-Himmel tiefdunkle Wolken auf. Von der Oberliga in die WSL-Oberliga – drei Abstiege in Folge, die auch Handball-Chef Stephan Kutschera mächtig auf den Magen geschlagen sind. „Die bitterste Serie in mehr als 100 Jahren Vereinsgeschichte“, musste der Abteilungsleiter zugeben. Selbst der 37:25-Derbysieg gegen den alten Rivalen HF Aerzen, nach dem seine Spieler trotz des Abstiegs noch einmal richtig jubeln konnten, ließ aus Kutschera keinen Strahlemann werden.

Schon vor dem Punktspielauftakt nahm im August 2010 das Unheil seinen Lauf. Erst zog sich Torhüter Sascha Krannich, der vom Oberligisten Stadtoldendorf zurück zur TSG gekommen war, einen Kreuzbandriss zu. Dann fiel mit dem zweiten Neuzugang Christian Raddatz gleich noch ein weiterer Hoffnungsträger mehrere Monate aus: „Diese Ausfälle konnten wir nicht kompensieren.“ Trotz der fünf Siege aus den letzten sechs Begegnungen leistete sich die Mannschaft von Trainer Danilo Loncovic, der auch in der kommenden Saison auf der TSG-Trainerbank sitzen wird, zudem drei peinliche Aussetzer, die letztlich den Absturz in die siebte Liga besiegelten. Mit den Pleiten gegen TB Stöcken und die Mitabsteiger Anderten II und TuS Bothfeld wurden der TSG deutlich die Grenzen aufgezeigt.

„Nach dem Abstieg kann es nur noch besser werden“, macht Kutschera in Optimismus. „Wir müssen aus dem Tal der Tränen so schnell wie möglich wieder raus“, gab er als wichtigstes Ziel aus. Für ihn ist klar, „dass die WSL-Oberliga auf Dauer nicht das Maß der Dinge sein kann“. Deshalb steht Manager Ralf Männich auch schon seit Wochen im Dauerstress. Er arbeitet daran, für die kommende Saison eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen, die das Unternehmen Wiederaufstieg trotz der brisanten Kreisduelle, die gegen den MTV Rohrsen, HF Aerzen und VfL Hameln II anstehen, angreifen kann. Neben Routinier Christian Raddatz haben Tobias Brackhahn, Daniel Möhlenbruch, Christopher Beims, Arnold Schorich und Konrad Spickermann schon ihre Zusage gegeben. Dazu wird Torhüter Sascha Krannich ins Team zurückkehren. „Wir suchen auch noch weitere Verstärkungen. Intensive Gespräche werden in dieser Richtung schon geführt“, gab Ralf Männich bekannt, Namen hielt er aber noch unter dem Deckel ...

S. Kutschera


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