weather-image
Der neue VfL-Trainer spricht über alte Zeiten, seinen künftigen Oberliga-Kader und Aufstiegsambitionen

„Die Ziele nicht gleich hochstecken“

Hameln. Die neue Handball-Saison beginnt für den VfL Hameln in der Oberliga zwar erst im September, doch der neue Trainer Henning Sohl ist in der Rattenfängerstadt, wo er in der Saison 1995/96 bereits in der Bundesliga für den VfL spielte, fast schon wieder heimisch geworden. Vor einem Treffen mit den Vereinsverantwortlichen stand der 42-Jährige, der in der kommenden Spielzeit als neuer Coach in Hameln die Richtung angeben wird, auch der Dewezet-Sportredaktion Rede und Antwort.

veröffentlicht am 30.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:36 Uhr

270_008_7120231_sp103_fn_3004.jpg

Herr Sohl, vor 18 Jahren haben Sie für den VfL noch in der Bundesliga gespielt. Woran erinnert man sich nach so langer Zeit noch?

Da ist natürlich viel hängen geblieben. Danilo Loncovic hat mich damals aus Wilhelmshaven nach Hameln geholt, wo Trainer Urs Mühlethaler aus mir in der Abwehr dann den Mann fürs Grobe geformt hat. Natürlich auch an das Eurocup-Spiel bei Amicitia Zürich, wo ich als Abwehrstratege sieben Tore geworfen habe. Und in Hameln ist damals auch meine Tochter Katharina geboren worden, übrigens am gleichen Tag wie Jago Mävers.

Was hat Sie jetzt nach Hameln zurückgebracht?

Das Dreigestirn Oliver Glatz, Björn Schubert und Frank Rosenthal hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um mich zum VfL zu holen. Sie haben mir Hameln wieder schmackhaft gemacht, und nach fünf Jahren in Hatten-Sandkrug war ein Vereinswechsel auch fällig.

Welche Ziele haben Sie sich beim VfL gesetzt?

Die werde ich nicht gleich hochstecken. Ein Platz unter den ersten fünf sollte im ersten Jahr reichen.

Ist das nicht ein wenig tiefgestapelt? Immerhin rangiert der VfL derzeit auf Platz zwei?

Keinesfalls, denn in der Mannschaft wird es Veränderungen geben. Mit Jannis Pille wechselt der Toptorjäger nach Hannover in die dritte Liga, so ein Spieler muss erst einmal ersetzt werden. Torben Kanngießer ist verletzt, Dean Wood hört auf, und es muss ein Verjüngungsprozess einsetzen.

Wie haben Sie den geplant?

Vor allem mit einer engen Verknüpfung zwischen dem Oberliga-Team und den A-Junioren. Da müssen die Spielsysteme gut aufeinander abgestimmt sein. Von den jungen Spielern muss jeder wissen, was ihn in der Oberliga erwartet.

Das deutet auf eine gute Zusammenarbeit mit Marc Siegesmund hin.

Mit Marc, den ich ja aus der Bundesliga-Zeit noch gut kenne, habe ich schon einige Gespräche geführt. Für uns ist eine Verzahnung zwischen den beiden Mannschaften sehr wichtig, deshalb werde ich den einen oder anderen Spieler auch schon bei den Herren mittrainieren lassen.

Aus der aktuellen A-Jugend, die in der Bundesliga gespielt hat, rücken einige Spieler in den Herrenbereich auf. Trauen Sie denen den Sprung in den Oberliga-Kader zu?

Wenn das Training für die neue Saison beginnt, geht es für alle bei null los. Dann können Sie sich durchsetzen. Erfreulich ist auf jeden Fall, dass uns Torhüter Yannick Rüter in der kommenden Saison noch zur Verfügung stehen wird.

Wann planen Sie denn mit dem VfL den Aufstieg in die Regionalliga?

Man will zwar nicht auf Ewigkeiten in der Oberliga spielen, aber jeder weiß auch, dass ein Aufstieg in die Regionalliga viel Geld kostet. Denn so ein Aufstieg muss mit wichtigen Verstärkungen verbunden sein. Denn der Leistungsunterschied zwischen der dritten und vierten Liga ist immens. Ich weiß, wovon ich spreche. Mit Hatten-Sandkrug bin ich ohne Neuzugänge in die Regionalliga aufgestiegen und habe ein Debakel erlebt. Mit 5:55 Punkten sind wir sang- und klanglos wieder abgestiegen. Aber mittelfristig sollte der Aufstieg in die dritte Liga beim VfL schon in Angriff genommen werden.

Interview: Klaus Frye



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt