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Für Rohrsens Coach Frank Käber hat der Weggang von Torjägerin Lisa Huch auch etwas Gutes

Die Zeit der One-Women-Show ist vorbei

Rohrsen/Buxtehude. Dass mit Lisa Huch Rohrsens Top-Torschützin der vergangenen Drittligasaison den MTV im Sommer verlassen hat, hat für Trainer Frank Käber auch etwas Gutes. Zum einen „hört das Desaster, wer die beste Torschützin war und wer für uns das Spiel gewonnen hat, endlich auf“. Zum anderen „spielen wir jetzt einen viel, viel schöneren Handball als vorher“. Diesen Eindruck hat Käber jedenfalls nach den ersten Testspielen von Rohrsens Handballfrauen. Frauenhandball ist für Käber keine One-Women-Show, sondern eine Mannschaftssportart, bei der die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt werden soll – sowohl in der Abwehr als auch im Angriff.

veröffentlicht am 26.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Schon beim 38:18-Testspielsieg gegen den Oberliga-Absteiger MTV Großenheidorn machte Rohrsens Abwehr einen guten Job. Und auch im Angriff lief es – trotz einiger Fahrkarten – auch ohne Wurftraining schon ganz gut. Auch mit dem Vorbereitungsturnier in Buxtehude, wo der MTV auf den Zweitliga-Aufsteiger TSV Travemünde (13:22), Buxtehudes Drittligateam (12:16) und Oberliga-A-Junioren (19:11) sowie den Oberligisten TuS Jahn Hollenstedt (16:12) traf, war Rohrsens Coach im Großen und Ganzen schon sehr zufrieden. Mit einer 4:2-Deckung probierte Käber im letzten Spiel gegen Hollenstedt die ersten 20 Minuten eine neue Abwehrvariante aus, „die wir vorher noch nicht gespielt haben“. Doch in den Schlussminuten stellte Rohrsens Coach wieder auf „unsere Wohlfühldeckung“ (6:0-Abwehr; Anm. d. Red.) um, „weil wir unbedingt Dritter werden wollten und das Spiel gewinnen mussten“. Beim Turnier hinterließen auch die Neuzugänge Vanessa Bastek (HSC Hannover), Janeli Patrail (Nord Harrislee) und Torhüterin Ariane Böhm (Großenheidorn) sowie Nele Biester, die zuletzt beim Drittligisten SC Greven spielte, laut Käber „einen sehr guten Eindruck“. Weil sich erst Anfang September entscheidet, wo Biester studiert, ist der Wechsel der 20-jährigen Rückraumspielerin laut Käber zwar noch nicht hundertprozentig perfekt. „Aber wenn es nicht ganz doof läuft, spielt sie nächste Saison für uns.“ Mit zwei weiteren Neuzugängen führt Rohrsen zurzeit Gespräche, die laut Käber „schon sehr weit fortgeschritten sind“. Die Namen der beiden Rückraumspielerinnen wollte Rohrsens Coach aber noch nicht verraten. Dass mit Janeli Patrail eine estnische Nationalspielerin in der neuen Saison das MTV-Trikot trägt, ist laut Käber ein glücklicher Zufall gewesen: Die 24 Jahre Schwester von Bundesliga-Profi Mait Patrail, der für Hannover-Burgdorf spielt, „hat einen Verein in der Nähe von Hannover gesucht, der mindestens in der 3. Liga spielt“, so Käber. Die Kreisläuferin habe in Rohrsen dreimal zur Probe mittrainiert, bevor sie für die neue Saison zusagte. Nachdem Rohrsen jahrelang eine Nachfolgerin für Nevena Orsulic gesucht hatte, hat der MTV nun endlich wieder eine gelernte Kreisläuferin – sogar mit internationaler Erfahrung.



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