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VfL-Coach Sönke Koß ist heiß auf das Duell mit Siegesmund

„Die Punkte bleiben hier!“

Einst trällerte Franz Beckenbauer „Gute Freunde kann niemand trennen“. Das könnte auch auf Sönke Koß und Marc Siegesmund zutreffen. Denn die beiden Handballer kennen sich seit vielen Jahren und haben als Spieler gemeinsam so manche Begegnung für die TSG Emmerthal aus dem Feuer gerissen. Am Sonnabend um 19.15 Uhr kreuzen sich ihre Wege wieder einmal in der Halle Nord. Diesmal als Trainer.

veröffentlicht am 23.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:41 Uhr

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Dann dürfte es mit der alten Freundschaft aber zumindest für 60 Spielminuten vorbei sein. Denn im Oberliga-Duell zwischen dem VfL Hameln und dem MTV Großenheidorn haben weder Koß noch Siegesmund etwas zu verschenken. Da geht es um wichtige Punkte, denn Mittelmaß ist bei beiden Vereinen kein Thema. Sowohl der VfL als auch die Schaumburger haben Spitzenplätze im Visier. Für Sönke Koß gibt es keine Ausrede: „Wir werden das Derby gewinnen und uns oben festsetzen.“ Eine klare Ansage für seine Mannschaft in der noch jungen Saison. Denn nach 4:2 Punkten zum Auftakt ist für Koß eine zweite Niederlage überhaupt kein Thema.

Für seinen alten Kumpanen Siegesmund aber auch nicht. Der saß vor zwei Wochen beim 30:26-Heimsieg der Hamelner gegen den Lehrter SV als interessierter Beobachter auf der Tribüne der Halle Nord. Da hat der ehemalige Bundesligaspieler des VfL einiges zu sehen bekommen. Bei der starken ersten Halbzeit der Hamelner hat er sich verwundert die Augen gerieben und wohl voller Ehrfurcht an die anstehende Aufgabe gedacht. Im zweiten Spielabschnitt ist dem 39-jährigen Trainerfuchs aber bestimmt auch nicht entgangen, wie leicht die Hausherren aus dem Konzept zu hebeln sind. Denn da haben Pille und Co. einen sicheren Vorsprung fast noch aus der Hand gegeben. Da hat sich Siegesmund schon Gedanken gemacht, doch die bleiben bis zum Anpfiff sein Geheimnis. Die taktische Marschrout hält er unter dem Deckel. Gleiches gilt für Sönke Koß: „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Marc. Wir sind zwar befreundet, aber die Punkte bekommt er trotzdem nicht“, lautet seine klare Ansage. Die Duelle zwischen Hameln und Großenheidorn waren stets von hohem Tempo und hoher körperlicher Intensität geprägt. Das wird diesmal nicht anders sein, zumal sich beide Mannschaften aus dem Effeff kennen. Im Vorjahr ging der VfL zweimal mit 35:30 als Sieger vom Parkett. Diesmal würden die Handballer vom Steinhuder Meer den Spieß nur zu gerne umdrehen. „Das werden wir aber zu verhindern wissen“, versprüht Sönke Koß Optimismus und setzt dabei auf seine starke, kompromisslose Abwehr. „Vor allem dürfen wir die Heidorner gar nicht erst zu ihrem gefürchteten Konterspiel kommen lassen“, sagt der 34-jährige VfL-Coach, der seine beste Besetzung aufbieten kann. Mit der hat er in den letzten Trainingseinheiten vor allem an einem konsequenten Rückzugs- und Abwehrverhalten gefeilt.

Nach dem Auswärtssieg in Zweidorfweiß Koß, dass seine Mannschaft „spielerisch noch Luft nach oben hat“. Doch er sah auch positive Ansätze: „Mental war das eine Klassevorstellung.“ Großenheidorn landete in der abgelaufenen Saison als Fünfter einen Platz vor dem VfL. Diesen Erfolg wollen die Seeprovinzler bestätigen. „Ich habe auch kein Problem, mit der Mannschaft aufzusteigen“, äußerte sich Siegesmund zum Thema Saisonziel. Entsprechend hat er sein Team auch verstärkt. Kreisläufer Hannes Stille kam vom MTV PE Celle, vom Drittliga-Absteiger Lehrter SV kehrte Rückraumspieler Jan-André Block zurück. Er soll den torgefährlichen Timm Franzke, der in die zweite Mannschaft wechselte, ersetzen.



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