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Die Niederlage gerät fast zur Nebensache

Handball. Lange lieferten sich Vorjahres-Vizemeister HF Springe und Zweitliga-Absteiger VfL Potsdam beim Saisonauftakt in der 3. Liga Nord eine Partie auf Augenhöhe. Zwischenzeitlich sah es für die Springer nach einem Debakel aus, als sie 18:25 hinten lagen (54.), am Ende stand eine knappe 26:27 (12:12)-Niederlage. Das Ergebnis geriet angesichts der schweren Verletzung des griechischen HF-Neuzugangs Theodoros Evangelidis allerdings in den Hintergrund.

veröffentlicht am 03.09.2012 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:21 Uhr

Es lief die 39. Spielminute, als Evangelidis nach einem Sprungwurf unglücklich landete und vor Schmerzen schreiend liegen blieb. Er zog sich eine offenen Wunde am Knöchel zu. HF-Physio Martin Gröppert übernahm noch auf dem Spielfeld die Erstversorgung, per Hubschrauber kam ein Notarzt, weil Springes Mannschaftsarzt Peter Neiseke nicht verfügbar war. Der untersuchte Evangelidis später im Springer Krankenhaus – und gab zumindest teilweise Entwarnung: „Es ist zu keinem Bänderriss oder Knochenbruch gekommen“, so HF-Pressesprecher Jens Buchmeier, „die Wunde wurde mit mehreren Stichen genäht.“ Wie lange Evangelidis pausieren muss, stehe noch nicht fest.

Das Fehlen des Griechen in der Abwehr machte sich prompt bemerkbar. Möglicherweise waren seine Mitspieler auch noch leicht geschockt – in den nächsten fünfzehn Minuten standen die Springer vollkommen neben sich. Potsdam zog von 13:13 auf 25:18 davon. „Wir haben nicht mehr richtig gekämpft“, sagte Linksaußen Fabian Hinz. Doch die Motivation kehrte zurück. Die HF arbeiteten sich wieder heran. Auch, weil Potsdam den Druck rausnahm und versuchte, den Vorsprung ohne große Anstrengung über die Zeit zu bringen. „Das wäre fast in die Hose gegangen“, so VfL-Trainer Rüdiger Bones.

Hinz verkürzte eine knappe Minute vor Schluss per Siebenmeter auf 25:27. Torwart Andreas Stange parierte einen Wurf von Alexander Urban, im Gegenzug machte Nils Eichenberger das 26:27. Die Zeit reichte allerdings nicht mehr, Potsdam hielt den Ball in den letzten 15 Sekunden in den eigenen Reihen.

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Vor der Pause war es das Spiel zweier starker Abwehrreihen mit überragenden Torhütern gewesen. Springes Jendrik Meyer und Potsdams österreichischer Nationalspieler Jürgen Suppanschitz waren die überragenden Spieler ihrer Teams und sorgten für eine torarme Begegnung. So blieb es auch zu Beginn der zweiten Hälfte. In den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn trafen beide Teams nur je einmal – erst nach Evangelidis’ Verletzung fielen die Tore.

Neuzugang Nikolaos Riganas durfte übrigens noch nicht auflaufen. Die Spielberechtigung aus Rumänien, wo der Grieche zuletzt für Meister Constanta am Ball war, traf nicht rechtzeitig ein.

HF Springe: Meyer, Stange – Eichenberger (5), Mallios (4), Evangelidis (4), Karpstein (4), Hinz (4/4), Tzoufras (3), Deutsch (2), Gorpishin, Kolditz.



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