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Kampf um den Klassenerhalt: HF Springe heute gegen Bad Schwartau

„Die Mannschaft kann mehr, da bin ich mir sicher“

Springe. Zum sechsten Heimspiel in der 2.Handball-Bundesliga erwarten die Handballfreunde Springe am Samstag (18 Uhr) den VfL Bad Schwartau. „Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln, um möglichst schnell wieder zu punkten, damit der Abstand zum rettenden Ufer nicht zu groß wird“, sagt HF-Manager Dennis Melching.

veröffentlicht am 17.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Springe. Sven Lakenmacher, Coach von Zweitligist Handballfreunde Springe, war mit seinem Co-Trainer Slava Gorpishin gerade für zwei Tage bei einem Trainersymposium in Dortmund. Geübt wurde dort mit der A-Jugend-Nationalmannschaft. „Die machen immerhin auch Fehler, da kam mir einiges ganz schön bekannt vor“, sagt Lakenmacher und hofft, dass sein Team die vielen Fehler bald abstellt – am besten schon heute (18 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Bad Schwartau.

Mit 3:15 Punkten sind die Springer Drittletzter, liegen vier Zähler hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz. „Aber außer gegen Nordhorn waren wir in jedem Spiel gleichwertig“, sagt Lakenmacher. Nur zu oft nicht über 60 Minuten. „Es dauert anscheinend doch länger, uns zu etablieren, als wir erwartet hatten“, so der Coach, „ich hätte es mir auch schneller gewünscht.“ Zeit ist also der eine wichtige Faktor für die Springer. Der andere: Selbstvertrauen. „Wir müssen immer wieder hart arbeiten, im Training an Präzision und Timing feilen und durch kleine Erfolge an Selbstvertrauen gewinnen“, sagt Lakenmacher. Das sei psychologisch ziemlich verworren. „Die Mischung zwischen Lockerheit und Anspannung muss stimmen“, sagt er, „die scheinen wir aber nicht zu haben.“

Für Spielmacher Marius Kastening fehlt noch etwas: „Vielleicht brauchen wir auch einfach mal Glück“, sagt er. „Viele sagen ja, wir wären als Mannschaft zu jung und unerfahren – das finde ich nicht. Wir spielen nur einfach schlecht.“ Für das Spiel zuletzt in Rostock etwa hätte Kastening seinem Team eine Vier minus gegeben – Springe verlor 22:24. „Spielen wir eine Drei, gewinnen wir da mit fünf Toren“, sagt er. „Die Mannschaft kann mehr, da bin ich mir sicher“, sagt auch Lakenmacher. Die Frage ist nur: Wann ruft sie ihr Potenzial ab?

In der Abwehr zumindest stand sie in den letzten beiden Spielen sicher. „Da ist das Fundament gelegt“, sagt der Trainer. Jetzt müssten die Springer nur aus ihren Ballgewinnen mehr machen. „Man darf nicht vergessen, dass mit Fabian Hinz und Pawel Pietak zwei routinierte Außen schon die ganze Saison fehlen“, so Lakenmacher. Maximilian Kolditz und Nils Eichenberger machen ihre Sache nicht schlecht, „aber sie brauchen auch Entlastung“. Hinz und Pietak fehlen auch heute wieder, ansonsten ist der Kader komplett. „Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln und schnell wieder punkten, damit der Abstand zum rettenden Ufer nicht zu groß wird“, sagt Manager Dennis Melching.jab



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