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Handball: MTV Rohrsen verliert Stadtderby gegen VfL-Reserve / Heimpleite für HO Handball

Die Kaltschnäuzigkeit fehlt

HAMELN. Sie haben bis zum Schluss tapfer gekämpft, aber am Ende kassierte Landesliga-Schlusslicht MTV Rohrsen im Stadtderby gegen den VfL Hameln II eine 27:31 (12:14)-Niederlage.

veröffentlicht am 10.12.2017 um 15:20 Uhr

Beim Torwurf: Gunnar Schraps erzielte zwei Treffer für den VfL Hameln II. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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„Es war kein schönes Spiel“, sagte Hamelns Coach Daniel Wick nach dem glanzlosen Arbeitssieg der VfL-Reserve, die sich schwerer tat als erwartet. Rohrsen lief zwar fast das ganze Spiel einem Rückstand hinterher, ließ sich aber nicht abschütteln. So war die Partie bis zum 20:20 (42.) völlig offen. Bei doppelter Überzahl hatte Rohrsen sogar die Chance, in Führung zu gehen, nutzte sie aber nicht. Und das wurde von der VfL-Reserve eiskalt bestraft. Die Hamelner zogen mit einem 5:0-Zwischenspurt davon und sorgten damit für die Vorentscheidung. Als Rohrsens Jannis Ricke auf 25:27 verkürzte, keimte beim MTV zwar noch einmal Hoffnung auf. Aber nur für einen kurzen Augenblick, denn Lukas Röpke, Jannik Steffens und A-Junior Janne Siegesmund, der mit acht Treffern der beste VfL-Torschütze war, besiegelten Rohrsens Niederlage. „Wir haben in der zweiten Halbzeit einige unnötige Zeitstrafen und Siebenmeter gegen uns bekommen“, sagte Wick nach der zerfahrenen Partie. Rohrsens Teamsprecher Stefan Mittmann war trotz der Niederlage nicht unzufrieden und lobte die Moral: „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir waren zwar immer in Rückstand, haben uns aber das eine oder andere Mal wieder zurückgekämpft. Leider hat uns in der entscheidenden Phase die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“

Hessisch Oldendorfs Trainer Frank-Michael Wahl war nach der 27:31 (14:14)-Heimpleite gegen die HSG Herrenhausen/Stöcken bedient: „Diese Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben“, machte Wahl aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Nach dem Spiel gegen Anderten dachte ich noch, wir sind auf einem guten Weg. Heute haben wir leider zwei Schritte zurück gemacht.“

Die frühe Drei-Tore-Führung (6:3/10.) gaben die HO Handballer bereits zur Halbzeit (14:14) aus der Hand. Nach dem Seitenwechsel zog die HSG auf 26:19 (45.) davon. Von diesem Sechs-Tore-Rückstand erholten sich die Hessisch Oldendorfer nicht mehr. „Die Jungs waren gedanklich heute nicht voll da. Zum Handball gehören Herzblut und Kampf. Es geht nicht mit halber Kraft“, so Wahl.

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