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Im Kreis Hameln-Pyrmont sieht die Zukunft düster aus

Die Bauchlandung des Frauenhandballs droht

Handball (kf). Fast wie in einem schlechten Film – ein großer Star, dazu rundherum nur noch Statisten. So präsentiert sich derzeit der Frauenhandball im Kreis Hameln-Pyrmont. Und der hat schon weitaus bessere Zeiten erlebt. Der einzige Stern, der momentan hoch über der Region strahlt, ist der des MTV Rohrsen. Ansonsten ist es am Himmel der Handballerinnen recht düster geworden.

veröffentlicht am 01.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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So auch beim VfL Hameln, HF Aerzen, TSV Groß Berkel, VfBHW Hameln und der HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf, wo die Frauenteams in den Niederungen der WSL-Liga herumdümpeln. Tiefer geht es nicht mehr.

Immerhin spielen in dieser Saison noch vier Mannschaften des Kreises in der WSL-Oberliga. Rund läuft es hier nur bei der TSG Emmerthal, die mit ausgeglichenem Punktekonto im gesicherten Mittelfeld rangiert. Bei Schlusslicht Rohrsen II, der HSG Lügde/Bad Pyrmont und dem TC Hameln spielt schon jetzt das Abstiegsgespenst die Hauptrolle.

In Bad Pyrmont, wo vor zwei Jahren noch drei Frauenmannschaften gemeldet wurden, blickt Handball-Chef Jürgen Röwer auch skeptisch in die Zukunft. „Wir haben ein typisches Problem. Zu viele junge Spielerinnen verlassen Bad Pyrmont aus Studiengründen.“ Immerhin scheint sich in der kommenden Saison die gute Nachwuchsarbeit positiv bemerkbar zu machen. „Die Tendenz geht dahin, das wir wieder zwei Mannschaften melden können,“ hofft Röwer. Sein Emmerthaler Kollege Stephan Kutschera bewertet die Situation recht drastisch: „Im Kreis liegt der Frauenhandball im Winterschlaf. Und daran wird sich kaum etwas ändern.“ Bei der TSG kann er aber auf sechs Mannschaften im Jugendbereich bauen. „Man muss mit dem eigenen Nachwuchs den Frauenhandball aufrechterhalten können, sonst sieht es schlecht aus“, sagte Kutschera. Beim VfL Hameln erwartet Abteilungsleiter Manfred Herzog schon für die kommende Spielzeit Probleme: „Da ist noch offen, ob wir überhaupt eine weibliche A-Jugend melden können.“ Der Unterbau für die Frauenmannschaft schmilzt also auch beim VfL weiter zusammen.

Die Vereinsvertreter sehen der Zukunft des Frauenhandballs unisono mit großen Sorgen entgegen: „In diesem Bereich müssen die Vereine enger zusammenrücken, wenn die Situation in den kommenden Jahren nicht noch schlimmer werden soll.“

Katharina Roberts rückte aus der weiblichen A-Jugend in den Kader der Frauenmannschaft der TSG Emmerthal auf.

Foto: nls



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