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Rohrsens Trainer Michael Hensel hört auf / Co-Trainer Sven Cassébaum vorerst Interimscoach

„Der Rücktritt ist mir nicht leichtgefallen“

Die Entscheidung ist ihm bestimmt nicht leichtgefallen. Michael Hensel ist als Trainer des MTV Rohrsen zurückgetreten. Über die Gründe für seine Entscheidung will der 40-Jährige aber nicht sprechen: „Das sind persönliche Gründe, die in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben“, so Hensel.

veröffentlicht am 06.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 21:41 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Am Dienstag habe er das Gespräch mit Rohrsens Handball-Chef Thomas Niepelt gesucht, der den Trainer überreden wollte, weiterzumachen. Zumindest bis zur Winterpause. Aber Hensels Entschluss, den er der Mannschaft abends beim Training mitteilte, stand fest. „Für einen Rücktritt gibt es nie einen optimalen Zeitpunkt“, sagte Hensel. Der Schritt sei für ihn „zwingend erforderlich“ gewesen. Deshalb ließ er sich auch nicht überreden.

Rohrsens sportliche Misere – der MTV schwebt als Schlusslicht der 3. Liga Nord in akuter Abstiegsgefahr – habe mit seiner Rücktrittsentscheidung „gar nichts zu tun“, versichert Hensel – räumt aber ein: „Wenn man nicht erfolgreich ist, muss sich auch ein Trainer hinterfragen, ob man alles richtig macht.“ Das habe auch er gemacht. Aber die prekäre sportliche Situation des Aufsteigers, dem der direkte Wiederabstieg in die Oberliga droht, war laut Hensel nicht der ausschlaggebende Grund: „Vor zwei Jahren haben wir auch gegen den Abstieg gespielt.“ Damals habe Rohrsen sogar mehr Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz gehabt als jetzt.

„Der Schritt ist mir sicherlich nicht leichtgefallen. Ich habe in den vergangenen dreieinhalb Jahren viel Arbeit in Rohrsen investiert und auch viele schöne Momente erlebt.“ Unter Hensels Regie feierte der MTV Rohrsen die größten Erfolge in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte: Durch die zwei Oberligatitel und die damit verbundenen Aufstiege in die 3. Liga wurde der Männerturnverein zur Nummer eins im heimischen Frauenhandball. „Das lag aber nicht nur an mir. Man muss auch die Mannschaft loben. Das alles war nur möglich, weil die Spielerinnen toll mitgezogen haben“, sagt Hensel, der sich wünscht, dass der Verein möglichst zügig einen Trainer findet, der den unter ihn eingeschlagenen Weg weiter fortsetzt. „Es wäre schade, wenn alles das, war wir in den vergangenen Jahren an Arbeit investiert haben, für die Katz war und es jetzt wieder in die andere Richtung geht.“

Wer Hensels Nachfolger wird, steht laut Rohrsens Handballchef Thomas Niepelt noch nicht fest: „Wir haben noch mit niemandem gesprochen. Ich gehe davon aus, dass beim Heimspiel am Samstag gegen Union Halle unser Co-Trainer Sven Cassébaum die Mannschaft coachen wird.“



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