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Vorentscheidung im Abstiegskampf? 22:23 – MTV Rohrsen verliert Keller-Krimi gegen Osterode

Der Frust sitzt tief

Rohrsen. War das die Vorentscheidung im Abstiegskampf? Nach der 22:23-Heimpleite im Drittliga-Kellerduell gegen Osterode saß bei Rohrsens Coach Frank Käber der Frust tief. Nicht nur, weil Rohrsens Frauen gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf einen schon fast sicher geglaubten Sieg in den Schlussminuten noch aus der Hand gaben – und damit der Klassenerhalt aus eigener Kraft wohl kaum noch zu schaffen ist. Auch, weil sich mit Spielmacherin Nele Biester und Saskia Parpart zwei weitere Spielerinnen kurz vor Schluss schwer verletzten.

veröffentlicht am 01.03.2015 um 12:27 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Biester stürzte unglücklich und kugelte sich die Schulter aus, Parpart verdrehte sich bei einem Zweikampf das linke Knie. Wie schwer die Knieverletzung ist, steht laut Käber noch nicht fest: „Ich hoffe, dass es kein Kreuzbandriss ist.“ Beide Spielerinnen drohen auf unbestimmte Zeit auszufallen. Damit setzt sich die Rohrsens Verletzungsmisere fort. Denn nach dem Saison-Aus für Antje Peyerl, Janeli Patrail und Kirsten Bormann fällt auch Christin Bormann (Knieprobleme) weiter aus. Obwohl der MTV Rohrsen personell zurzeit buchstäblich auf dem Zahnfleisch geht, wäre gegen Osterode ein Sieg drin gewesen.

Rohrsens Frauen erwischten einen Super-Start. Bis zum 6:2 (11.) lief alles nach Plan. Doch davon bekam Rohrsens Coach nichts mit, denn Käber kam erst Mitte der ersten Halbzeit an, weil er aufgrund eines Buchungsfehlers auf dem Flughafen in München festsaß und somit erst später als geplant fliegen konnte. „Ich bin so schnell wie möglich mit dem Auto hierher gefahren, habe es aber leider nicht mehr rechtzeitig bis zum Anpfiff geschafft.“ Als Käber mit 20-minütiger Verspätung endlich in der Sporthalle ankam, war die komfortable Vier-Tore-Führung bereits geschmolzen. Die 13:12-Halbzeitführung gab Rohrsen kurz nach dem Seitenwechsel aus der Hand. Nach dem 14:12 machte Osterode vier Tore in Folge, aber Rohrsen kämpfte sich nach dem 14:16-Rückstand (38.) wieder heran und führte in der 53. Minute sogar mit 22:20. Doch in den letzten sieben Spielminuten lief im Angriff dann nichts mehr. Rohrsen hatte zwar Chancen en masse, den durchaus möglichen Sieg vorzeitig perfekt zu machen. Aber Saskia Parpart warf weit übers Tor und Nevena Orsulic, Manuela Schostag und Janika Kohnke-Zander, die nach langer Verletzungspause ihr Comeback feierte, scheiterten an Osterodes Torhüterin Bianca Gloth, die in der Schlussphase alles hielt, was zu halten war.

Sabrina Weiß und Jana Seegers glichen zum 22:22 aus, bevor dann Lara Al Najem mit ihrem Last-Minute-Treffer Rohrsens zwölfte Saisonniederlage besiegelte, die laut Käber „völlig unnötig“ war: „Wir sind selbst schuld. Chancen hatten wir genug, um das Spiel für uns zu entscheiden.“ Es sind zwar noch sieben Spiele, aber was den Klassenerhalt angeht, wird es für Rohrsen eng. Jetzt helfen nur noch Siege. Egal gegen wen. MTV Rohrsen: Manuela Schostag (9/3), Saskia Parpart (7), Nevena Orsulic (3), Janika Kohnke-Zander (3)



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