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Sohl ärgert desolate Deckung beim Hamelner 37:41 in Helmstedt

„Der absolute Tiefpunkt“

Helmstedt. In der Handball-Oberliga kassierte der VfL Hameln eine historische 37:41-Niederlage in Helmstedt und bot dabei eine katastrophale Leistung in der Deckung. Beste Torschützen waren Torben Höltje (13) und Tim Otto (11).

veröffentlicht am 13.12.2015 um 13:09 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

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Helmstedt. Nach einer desolaten Abwehrvorstellung kassierte Handball-Oberligist VfL Hameln bei HF Helmstedt eine bittere 37:41 (19:24)-Pleite. Ein munteres Preisschießen ohne Happy End. „Unglaublich, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Das war der absolute Tiefpunkt unserer Defensivleistungen in dieser Saison. 41 Gegentore, davon 24 in einer Halbzeit, habe ich noch nie kassiert. Weder als Spieler noch in meiner bisherigen Zeit als Trainer“, war Henning Sohl sichtlich angefressen. „Dabei“, so der 44-Jährige, „darf sich die Frage nach dem Sieger eigentlich gar nicht stellen, wenn Du auswärts 37 Tore wirfst.“ Allerdings hatte der Chefcoach auch Lob für den Gegner parat: „Helmstedt hat einen richtigen Sprung gemacht.“ Der „Tag der offenen Tore“ zeichnete sich bereits früh ab. Nach zehn Minuten lagen die Hamelner schon mit 6:9 im Hintertreffen. „Da haben wir irgendwie gemerkt, dass unsere Torhüter wohl noch im Bus sitzen“, kommentierte Teamsprecher Reiner Glatz mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. Die Flut an Gegentoren war allerdings nicht die alleinige Schuld der Schlussleute, auch die Vorderleute präsentierten sich in vorweihnachtlicher Geberlaune.

Bis zum 12:14 nach 20 Minuten war der VfL noch auf Schlagdistanz. Durch einige Unzulänglichkeiten im Angriff konnte man beim „Wettschießen“ dann nicht mehr mithalten und musste die Hausherren bis zum Pausenpfiff auf 19:24 ziehen lassen. Zu Beginn der zweiten Hälfte baute Helmstedt den Vorsprung weiter auf 23:31 aus. Henning Sohl, der kurzfristig auf André Brodhage verzichten musste und im Verlauf des Spiels auch noch Jannik Henke mit Verletzung im rechten Knöchel verlor, riskierte alles und stellte auf eine offensive 4:2-Deckung um. Die Gäste konnten in der Phase bis auf 34:36 (53.) verkürzen. Tim Heisterhagen entschärfte dann einen Siebenmeter von Sascha Timplan. In der Folgezeit vergab der VfL durch technische Fehler zweimal die Möglichkeit, auf ein Tor zu verkürzen. Nur eine Randnotiz, weil letztendlich nicht spielentscheidend, war die Tatsache, dass Tim Otto mit elf Treffern das Torjägerduell gegen Nilas Praest gewann. Der Helmstedter brachte es lediglich auf sechs Tore, musste aber nach 45 Minuten auch verletzt vom Parkett.

. VfL Hameln: Rosenthal, Heisterhagen – Höltje (13/8) Otto (11), Brendler (5), Gödecke (2), Jasarevic (2), Glatz (2), Henke (1), Pille (1), Niemeyer, Künzler, Jürgens, S. Maczka.



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