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25:24 – Springe zwingt auch Rostock in die Knie / Sonntag wartet Bad Schwartau

Das rettende Ufer ist in Sicht

Springe. Was für ein Kampf, was für eine Stimmung. Die Handballfreunde Springe haben am Freitag vor 700 Zuschauern in der Halle des Schulzentrums Süd den Kellerkonkurrenten HC Empor Rostock mit 25:24 (12:14) regelrecht niedergerungen. Damit sind sie bis auf einen Punkt an Rostock auf dem ersten Nichtabstiegsplatz herangerückt. Mit einem Sieg beim VfL Bad Schwartau, der in Bietigheim eine derbe Klatsche kassierte, könnten die Springer am Sonntag (16.30 Uhr) erstmals das rettende Ufer erreichen.

veröffentlicht am 19.03.2016 um 10:30 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:30 Uhr

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HF-Trainer Slava Gorpishin interessiert das wenig: „Ich schaue nicht auf die Tabelle, sondern nur auf die Leistung meiner Mannschaft.“ Mit der war er gestern nur bedingt zufrieden: „Ich freue mich über den Sieg“, sagte er, „aber zum Anschauen war es kein schönes Spiel.“

Tatsächlich machten die Springer vor allem im ersten Durchgang viele Fehler. Die waren allerdings auch der unkonventionellen Rostocker Deckung geschuldet, die zum Teil sogar in einer 3:3-Formation verteidigte. Die HF versuchten es daher viel über den Kreis und die Außen – die Gäste fingen allerdings etliche Pässe ab und kamen so zu einfachen Toren. In der 24. Minute lag Rostock mit fünf Toren vorn (6:11). „Da hätte ich mit mehr Ruhe von meiner Mannschaft gewünscht“, sagte Empor-Trainer Aaron Ziercke. Zwei Minuten später hatten die Springer aber auf 10:11 verkürzt.

Sie fanden wieder einmal über eine bärenstarke Abwehr und viel Kampfgeist in die Partie. Aus dem Rückraum kam Rostock fast gar nicht zum Zug weil die Handballfreunde unglaublich gut im Innenblock standen. Und im zweiten Durchgang wurden sie auch im Angriff immer stärker. In der 34. Minute glich Kapitän Jannis Fauteck zum 15:15 aus. Die Hausherren feierten danach etliche Ballgewinne durch die Abwehr oder Paraden ihres nach der Pause erneut überragenden Keepers Robert Wetzel. Sie spielten nach einer Zeitstrafe gegen Rostocks Norman Flödl sogar in Überzahl. Es dauerte nach dem Ausgleich allerdings geschlagene sieben Minuten, ehe Tim Coors endlich für das 16:15 und damit die erste Springer Führung sorgte.

Es blieb ein enges Spiel – bis Fauteck mit einem Hüftwurf und Oliver Tesch mit einem Heber die Führung auf 23:20 ausbauten (54.). Rostock stellte jetzt auf eine offene Manndeckung um, doch die Gastgeber behielten die Ruhe. Als Fauteck 90 Sekunden vor dem Ende das 25:22 erzielte, war die Partie entschieden – und keinen Zuschauer hielt es mehr auf seinem Sitz.

„Wir waren in der Schlussphase physisch stärker“, sagte Lukas Ossenkopp. Fabian Hinz war dennoch „unglaublich kaputt. Es war purer Kampf, aber nur so kommst du nach oben“, sagte er. Heute dürfen die Springer sich ausruhen. Morgen steht vormittags noch ein leichtes Training auf dem Programm, ehe die Reise nach Bad Schwartau beginnt.

HF Springe: Wetzel, Wendland – Fauteck (5), Coors (5), Tesch (4), Hinz (4/3), Ossenkopp (3), Pollex (2), Eichenberger (1), Bosy (1), Schüttemeyer.



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