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HF-Torwart Jendrik Meyer hat mit starken Leistungen zum zweiten Mal in Folge den Sieg gerettet

„Das hat viel mit Sportpsychologie zu tun“

Handball (jab). 22. September 2012. Im Drittliga-Punktspiel bei der TSV Burgdorf II bricht sich Jendrik Meyer, der Torwart der Handballfreunde Springe, den kleinen Finger der rechten Hand. Auch das Mittelgelenk ist in Mitleidenschaft gezogen, deshalb kann er den Finger bis heute nicht richtig beugen. Sportlich beeinträchtigt den 30-Jährigen die Verletzung allerdings schon lange nicht mehr. Vor vier Wochen gab es sein Comeback im HF-Tor, bei den jüngsten beiden Heimsiegen gegen Altenholz (24:23) und den HSV Insel Usedom (28:27) wurde er mit überragenden Leistungen jeweils zum Matchwinner.

veröffentlicht am 11.12.2012 um 00:02 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:21 Uhr

Zwei Siebenmeter parierte Meyer schon gegen Altenholz, fünf sogar gegen Usedom. „Effektiv gehalten habe ich vier“, sagt der Torwart. Mit jeder Parade werde es einfacher. „Wenn du die ersten beiden reinkriegst, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit auch die nächsten nicht halten“, so Meyer, „aber wenn du gut im Spiel bist und schon einen gehalten hast, wird es leichter. Das hat viel mit Sportpsychologie zu tun.“ Einen besonderen Trick habe er nicht: „Ich versuche, nach meinem Gefühl zu gehen“, sagt Meyer, „das geht in der dritten Liga besser als in der ersten, das Spiel ist hier nicht ganz so schnell.“

Meyer kam vor dieser Saison von Zweitligist DHC Rheinland. Erst- und Zweitligaluft hatte er zuvor in Burgdorf, Flensburg, Wilhelmshaven und – ganz am Anfang seiner Karriere – beim VfL Hameln gesammelt. Als er während der vorigen Saison in Springe unterschrieb, sah es noch so aus, als würden die HF in dieser Serie in der 2. Liga spielen. Jetzt geht es vorrangig darum, nicht in die Oberliga abzusteigen. „Es macht trotzdem Spaß“, versichert Meyer, der im März ein Studium beginnt, „dann muss ich eh erstmal sehen, wie sich das mit dem Aufwand verträgt.“

Zweimal in Folge war Meyer jetzt der gefeierte Mann bei den HF. Ihm wäre es allerdings lieber, wenn auch die Leistung seiner Vorderleute wieder mal Anlass zum Jubeln geben würde. Er teilt die Meinung von Trainer Holger Schneider, der nach beiden knappen Heimsiegen zuletzt die Defensive kritisierte. „Wir finden in der Abwehr die Einstellung nicht“, sagt Meyer, „scheinbar sind nicht alle bereit, alles zu geben.“ Die vielen guten Individualisten müssten endlich als Mannschaft zusammenwachsen. „Das kann man schlecht trainieren“, sagt Meyer, „das muss man in sich tragen.“



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