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Der MTV Rohrsen ist ihr ans Herz gewachsen und der Trainer will auf sie nicht verzichten

Darum macht Nina Griese weiter

Eigentlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Mit diesem Gedanken hatte Nina Griese schon gespielt, doch jetzt hängt sie beim MTV Rohrsen doch noch eine Saison dran. Vielleicht kann es in der kommenden Spielzeit gemeinsam mit den MTV-Handballerinnen in der 3. Liga ja noch schöner werden.

veröffentlicht am 09.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

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Und das Ziel Klassenerhalt liegt nach dem Sieg in Dortmund längst nicht mehr in weiter Ferne. Nicht nur Trainer Mike Bezdicek glaubt fest daran, dass es in Liga drei auch in der kommenden Saison weitergeht. Wenn alles nach Plan läuft, sogar ohne Relegation. Doch ohne Nina Griese kann sich „Bezze“ seine Mannschaft gar nicht vorstellen. „Nach einem Gespräch mit dem Trainer habe ich mir Gedanken gemacht und tatsächlich noch einmal zugesagt.“ Da haben bestimmt auch Antje Peyerl sowie Manuela und Michaela Schostag für den nötigen Ruck gesorgt, denn ihre drei Teamkolleginnen waren in der lockeren Runde ebenfalls dabei. Die brauchten keine großen Überredungskünste, um ihre Spielerin mit der „Nummer 77“ für ein weiteres Jahr im MTV-Trikot zu überzeugen.

Schließlich ist die 32-Jährige, die bei der TSG Emmerthal das Handballspielen lernte, wie sie gerne zugibt, ein „Familienmensch“. Gerade deshalb fühlt sie sich in Rohrsen auch rundum wohl – eben so wie in einer richtigen Familie. „Und die Mannschaft ist mir im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen“, sagt die Allrounderin, die, bevor sie 2006 nach Rohrsen wechselte, drei Jahre Zweitligaerfahrung beim VT Bückeburg sammelte. Dort ging sie übrigens auch schon als Kreisläuferin auf Torjagd. Deshalb ist diese Variante für sie in Rohrsen nicht neu. „Schon als ich in Bückeburg auf dieser Position gespielt habe, klappte das Zusammenspiel mit Manuela Schostag übrigens auch schon sehr gut“, erinnert sie sich. „Aber am Kreis zu spielen, ist immer noch ein hartes Brot“, spricht Rohrsens Abwehrchefin aus Erfahrung.

In den noch ausstehenden Begegnungen gegen den VfL Oldenburg II, bei Union Halle und gegen den Thüringer HC II soll der Klassenerhalt perfekt gemacht werden. „Wenn wir den Dortmunder Kampfgeist mitnehmen, ist sogar am Samstag im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Oldenburg schon was möglich“, orakelt sie bereits im Vorfeld. Und sie vertraut vor allem der Taktik des Trainers: „Bezze hat in kurzer Zeit sehr viel aus der Mannschaft herausgeholt.“

Wenn tatsächlich der Klassenerhalt perfekt gemacht werden kann und dann noch zwei oder drei Verstärkungen den Weg ins Hohe Feld finden, sieht sie der kommenden Spielzeit mit einer gehörigen Portion Optimismus entgegen: „Es muss nur nicht noch einmal so nervenaufreibend sein wie in dieser Saison...“



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