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Drittliga-Schlusslicht MTV Rohrsen reist ohne Huch zum Kellerduell nach Thüringen

Cassébaum: „Lisa braucht eine Pause“

Handball. Ist im Abstiegskampf der 3. Handball-Liga der Druck zu groß? Es scheint so. Erst trat Rohrsens Trainer Michael Hensel nur wenige Tage, nachdem er vereinsintern bereits angekündigt hatte, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen, – wie berichtet – von einem auf den anderen Tag überraschend „aus persönlichen Gründen“ zurück. Und jetzt nimmt sich auch Neuzugang Lisa Huch eine Auszeit – voraussichtlich bis Januar.

veröffentlicht am 14.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:36 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Obwohl Huch weder krank noch verletzt sein soll, ist die 20-Jährige im wichtigen Kellerduell beim Tabellenvorletzten Thüringer HC II nicht im Kader. Das bestätigte Interimscoach Sven Cassébaum gegenüber der Dewezet: „Lisa braucht einfach mal eine Pause, um den Kopf freizubekommen.“ Auch am Training nehme sie zurzeit nicht teil.

Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Huch, die nach der 20:23-Heimniederlage gegen Union Halle mächtig angefressen wirkte, sollen laut Cassébaum aber nicht der Grund sein. Rohrsens Interimscoach ließ zwischen den Zeilen durchblicken, dass Huch, die nach ihrer erneuten Verletzung in der Saisonvorbereitung noch nicht wieder zu ihrer alten Stärke zurückgefunden habe, ihre Formkrise offenbar zu sehr belastet.

Bisher ging es in ihrer Handball-Karriere, die 1996 bei der HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf begann, fast nur bergauf. Mit Blombergs A-Juniorinnen wurde sie 2008 erstmals Deutscher Meister. Auch mit der Bundesliga-Reserve der HSG holte sie 2011 den Titel in der 3. Liga. Nach einem kurzen Intermezzo bei Eintracht Hildesheim wechselte die ehrgeizige Handballerin vor Saisonbeginn nach Rohrsen. Doch beim Drittliga-Aufsteiger konnte sie bisher die in sie gesetzten Erwartungen noch nicht erfüllen. Dass Cassébaum auf Huch ausgerechnet im letzten und möglicherweise wichtigsten Hinrundenspiel freiwillig verzichtet, ist trotzdem überraschend. Denn nach den Ausfällen von Saskia Diedrichs, Vanessa Stöber, Nina Griese und möglicherweise auch Anja Dippe gehen dem Trainer vor dem wichtigen „Vier-Punkte-Spiel“ gegen Thüringens Bundesliga-Reserve so langsam die Spielerinnen aus. Für Cassébaum („Wir spielen auf Sieg“) hat die Partie schon fast Endspielcharakter. Sollten Schostag & Co. am Samstag (19 Uhr) auch das Kellerduell verlieren und die elfte Saisonniederlage kassieren, wäre der Klassenerhalt wohl nur noch theoretisch möglich. Das weiß auch Cassébaum: „Wir haben gegen Halle in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Wenn wir daran anknüpfen können, haben wir eine Chance.“

„Wir haben gegen Halle in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Wenn wir daran anknüpfen können, haben wir eine Chance“, sagt Rohrsens Interimscoach Sven Cassébaum.

Foto: nls



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