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„Bezze“ funkt SOS

Rohrsens Coach Mike Bezdicek redet nach 24:35-Pleite gegen Badenstedt Tacheles

veröffentlicht am 20.10.2013 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:58 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Hameln. Die Kabinenpredigt gab es direkt nach dem Schlusspfiff hinter verschlossenen Türen. Und die hatte es in sich! Rohrsens Coach Mike Bezdicek redet nach der 24:35-Heimpleite gegen Badenstedt Tacheles, denn nach der fünften Niederlage im sechsten Spiel schrillen beim MTV die Alarmglocken.

„So steigen wir ab!“, funkt „Bezze“ SOS – und kündigt einen härten Kurs an: „Jetzt ist Schluss mit lustig! Ich gebe die Richtung vor“ – und zwar ohne Wenn und Aber. „Wir haben in letzter Zeit viel zu viel gelabert und über Nebensächlichkeiten diskutiert. Das bringt uns nicht weiter.“ Die Spielerinnen müssten lernen, mit Kritik umgehen zu können. Und das umzusetzen, was der Trainer von ihnen verlangt. Bezdicek schlägt Alarm, denn Rohrsens vom Verletzungspech gebeutelten Handballfrauen drohen in der 3. Liga den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Ohne Torhüterin Michaela Schostag, Janika Kohnke-Zander, Beate Weber und Kirsten Bormann hielt Rohrsen zwar in der ersten Halbzeit (11:14) bis zum 10:11 (22.) noch ganz gut mit, war aber am Ende nach einer miserablen zweiten Hälfte gegen den Tabellenzweiten dann doch chancenlos.

Ein Grund war die „unterirdische“ Torchancenverwertung. Insbesondere Manuela Schostag und Lisa Huch erwischten nicht ihren besten Tag und schossen Fahrkarten en masse. Aber auch über den Kreis und die beiden Außenpositionen lief erneut nicht viel. Klar ist, dass die zuletzt gezeigten Leistungen nicht reichen werden, um den Klassenerhalt zu schaffen. Das sieht auch Bezdicek so, der sich maßlos darüber ärgerte, dass sich seine Mannschaft – trotz der vielen Ausfälle – unter Wert verkaufte. Denn auch gegen Badenstedt war mehr möglich: „Zur Halbzeit hätte es Unentschieden stehen können.“ Und direkt nach dem Seitenwechsel wäre seiner Meinung nach auch die Wende möglich gewesen, als in der 35. Minute beim Stand von 12:15 der Gegner zwei Zeitstrafen für Roxana Löw und Kathrin Pichlmeier kassierte. In der Schlussviertelstunde brachen Rohrsens Frauen dann total ein. „Es wird nicht einfacher“, so Bezdicek, denn der Druck des Gewinnenmüssens wächst von Spiel zu Spiel. „Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht. Und wir können uns nur selbst da wieder herausholen.“

MTV Rohrsen: Manuela Schostag (7), Lisa Huch (7/2), Nina Griese (6/2), Vanessa Stöber, Ute Abel, Antje Peyerl, Christin Bormann (je 1).



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