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Physiotherapeutin Lara Musch tritt bei Hamelns Bundesliga-A-Junioren in die Fußstapfen ihres Vaters

„Bei ihr sind meine Jungs in guten Händen“

Hameln. Ihr Vater Christian Musch ist als Physiotherapeut in der heimischen Sportszene schon seit einer gefühlten Ewigkeit bekannt – als der Mann mit den „goldenen Händen“. In der 80er Jahren kümmerte sich der 64-Jährige um die Handballer des VfL und TC und leistete bei den Punktspielen und im Training Erste Hilfe, wenn sich ein Spieler verletzt hatte. Nun tritt Muschs Tochter Lara in seine Fußstapfen. Die 22-Jährige betreut gemeinsam mit ihrem Vater die Handballer des A-Jugend-Bundesligisten VfL Hameln – und ist laut Trainer Michael Thierauf „ein wichtiger Faktor“. Da als Trainer das Verletzungsrisiko sehr gering ist, musste Thierauf die Dienste der jungen Physiotherapeutin selbst noch nicht in Anspruch nehmen. Dafür aber seine Jungs, die bei ihr in guten Händen seien. Schließlich kennt die seit 2011 ausgelernte Physiotherapeutin die Arbeit ihres Vaters seit ihrer Kindheit. Schon als kleines Mädchen begleitet sie ihn in die Sporthalle. „Die älteren Handballer kennen mich eh von klein auf“, grinst Lara. „Das ist eine prägende Zeit gewesen.“ Und auch von Mutter Gabriele Musch, die ebenfalls in der Familienpraxis aktiv ist, hat sie ihr Talent in die Wiege gelegt bekommen. Die Entscheidung zur Ausbildung fiel somit nicht schwer. „Während meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin konnte ich ein Praktikum bei Klaus Eder, dem Physiotherapeuten der Fußballnationalmannschaft, machen“, erzählt Musch. „Dadurch bin ich auch ein wenig in die Sportrichtung gerutscht.“ Als dann der VfL anfragte, sagte sie ja zur Arbeit mit den jungen Handballern. Zumal ihre zwei Patenonkel früher selbst spielten – beim VfL und TC in der Bundesliga und Oberliga.

veröffentlicht am 25.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Seit Anfang der Saison sitzt das Familienduo Musch nun bei Heimspielen der A-Jugend wieder gemeinsam auf der Bank. Nebenbei gibt sie der B- und C-Jugend Pilatestraining. Zeitlich kein Problem? Nein. „Es ist ein Ausgleich. Es macht Spaß. Das ist meine Freizeit“, erklärt Lara. „Wenn ich die Zeit finde, dann bin ich auch bei der B-Jugend dabei, um die Jungs zu unterstützen.“

Doch auch wenn sich Hamelns A-Jugend-Handballer in der Bundesliga noch schwertun. Wenn die Jungs am Boden liegen, hilft die 22-Jährige ihnen wieder auf die Beine. Bei Niederlagen gehört zum Job eines Physiotherapeuten nämlich manchmal auch bei bisschen Seelenmassage dazu…



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