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Springe mit 24:23-Arbeitssieg gegen SC Magdeburg II / Kuleshov: „Haben nicht clever gespielt“

Behnke erlöst die HF Springe 30 Sekunden vor Schluss

Handball. So hart mussten die HF Springe in dieser Spielzeit noch für keinen Sieg arbeiten. Nach dem knappen 24:23 (13:14)-Erfolg vor knapp 500 Zuschauern gegen den SC Magdeburg II bleiben sie aber verlustpunktfreier Spitzenreiter der 3. Liga Nord. Kay Behnke sorgte mit einem frechen Dreher 30 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung. Dass es die bislang schwächste Saisonleistung der Springer war, interessierte schon nach dem Schlusspfiff niemanden mehr: „Ist doch egal, nur das Ergebnis zählt“, sagte etwa Claus Karpstein.

veröffentlicht am 29.10.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 09:20 Uhr

jan

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Der Linkshänder im Springer Rückraum war nicht er einzige bei den Gastgebern, der ziemlich neben sich stand. Die HF leisteten sich vor allem im ersten Durchgang technische Fehler en masse. Zudem gingen sie fahrlässig mit ihren nicht gerade zahlreichen Torchancen um, verwarfen in der ersten Viertelstunde etwa zwei Siebenmeter. Dazu trugen freilich auch die Gäste bei, die die Springer mit ihrer offensiven 6:0-Deckung vor enorme Probleme stellten. Dabei waren die Hausherren darauf eingestellt: „Wir hatten es trainiert, aber es hat nicht funktioniert“, so Behnke.

Magdeburgs Youngster – Durchschnittsalter des Teams: knapp über 20 Jahre – machten aus ihrer Abwehr heraus Druck, führten nach zehn Minuten 7:2. Die Springer Defensive sah nicht gut aus, und auch Andreas Stange im HF-Tor hatte nicht seinen besten Tag – das sollte sich noch ändern. Annähernd Normalform erreichte vor der Pause bei den Springern nur Jannis Fauteck, der mit sieben Treffern allein im ersten Durchgang dafür sorgte, dass die HF zur Pause nur mit einem Tor hinten lagen.

Springes Trainer Oleg Kuleshov wechselte nach der Pause wider Erwarten nicht durch. Die Spieler zahlten das Vertrauen zurück. Besonders Stange steigerte sich gewaltig. Die Feldspieler blieben zwar weiterhin unter ihren Möglichkeiten, bewahrten aber immerhin Ruhe und kämpften sich in die Partie. Karpstein sorgte in der 35. Minute für Springes erste Führung beim 16:15. Magdeburg machte zwar nach der Pause nicht mehr so viel Druck, blieb aber dran. Die Abwehrreihen dominierten. Zwischen der 44. und der 52. Minute fiel kein Tor. Mit Karpsteins Treffer zum 23:20 schien die Entscheidung gefallen zu sein, Magdeburg verkürzte aber noch einmal auf 23:22 und stellte auf offene Manndeckung um – doch mit Behnkes Treffer zum 24:22 war die Messe gelesen.

„Wir haben nicht clever gespielt“, sagte HF-Coach Oleg Kuleshov. Es zog aber auch das Positive aus dem schwachen Spiel: „Für die Zuschauer war es interessant und wir sehen, wo wir stehen und was wir verbessern müssen.“

HF Springe: Stange, Herold (bei einem Siebenmeter) – Fauteck (9/3), Deutsch (6), Karpstein (4), Kolditz (2), Behnke (2), Tzoufras (1), Eichenberger, Gorpishin, Hinz, Djuric (n. e.), N. Hermann (n. e.).



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