weather-image
21°
×

Spitzenreiter VfL Hameln fühlt sich für Gipfeltreffen gegen Vorsfelde gewappnet

Backhaus & Co. setzen Duftmarke

Hameln. Der VfL Hameln sendete Liebesgrüße an die Handball-Oberliga. Beim 34:18-Erfolg über die HF Helmstedt-Büddenstedt (wir berichteten), die am Freitagabend immerhin als Tabellenfünfter anreisten, trumpften die Blau-Weißen wie entfesselt auf und verteidigten in eindrucksvoller Manier ihre Spitzenstellung. Das war ganz großes Kino und die bislang mit Abstand beste Saisonleistung. „Das Match hatte zwei Zauberworte, Geduld und Disziplin“, sagte Trainer Henning Sohl und schickte gleich hinterher: „Wir haben eine überragende Deckung gestellt, mit einem ebenso überragenden Torwart Frank Rosenthal dahinter.“ In der Tat bissen sich die Helmstedter, die zuvor in jeder Partie über 30 Treffer erzielten, am Hamelner Abwehrbollwerk die Zähne aus. „Nur 18 Gegentore gegen den drittbesten Liga-Angriff, das ist schon top“, konnte es Sohl kaum fassen. „Wir haben dem Helmstedter Rückraum schön den Zahn gezogen und den Positionsangriff unterbunden. Vorne haben wir permanent Druck ausgeübt und dadurch früh den Sack zugemacht. Selbst die krankheitsbedingten Ausfälle konnten wir über die Breite unseres Kaders hervorragend kompensieren. Es läuft im Moment richtig rund“, frohlockte Abwehrchef Patrick Künzler, der einmal mehr einen klasse Job verrichtete. „Hameln hat uns hier deutlich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und uns eindrucksvoll demonstriert, was ein Spitzenteam leisten kann. Wir haben vorne wie hinten überhaupt keinen Zugriff bekommen“, erkannte auch Gäste-Trainer Jan Disselhoff neidlos an. Von Beginn an agierten die Hausherren mit hohem Tempo und voller Konzentration. Dabei fielen mit Heiko Heemann (Grippe) und Sebastian Maczka (Magen-Darm-Erkrankung) zwei Spieler kurzfristig aus. Doch Andreas Gödecke und Nils Colussi machten den Ausfall vergessen und erledigten ihren Part glänzend. „Von Nils wissen wir, dass er das kann. Aber Andreas wurde ja quasi ins kalte Wasser geworfen und hat das richtig gut gelöst“, lobte der Chefcoach, der sich zudem über den couragierten Auftritt von Arnold Schorich freute: „Prima, dass Arnold sich nach langer Verletzungspause wieder ran gekämpft hat und heute so zurückgekommen ist.“

veröffentlicht am 24.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

Autor:

Schon bei der frühen 9:5-Führung nach zwölf Minuten hatten die Hamelner dem Gast klar gemacht, wer die Musik bestimmt. Mit der Sicherheit der Abwehr im Rücken agierte der VfL auch im Angriff mit hoher Effektivität und ließ zu keiner Zeit irgendwelche Zweifel aufkommen. „Das war wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Egal wie ich gewechselt habe, es gab keinen Abbruch“, war Henning Sohl rundum zufrieden und wird sich mit seinem Team jetzt intensiv auf das anstehende Gipfeltreffen gegen Absteiger MTV Vorsfelde, der mit 27:22 in Münden auftrumpfte, am kommenden Sonnabend in Afferde vorbereiten. „Wir haben heute eine klare Duftmarke gesetzt und schon mal eine Message nach Vorsfelde geschickt“, grinste der Trainer.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige