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Nach Rohrsen-Rückzug aus der 3. Liga: Neustart in der Landesliga / Vier Spielerinnen sind weiter dabei

Aus zwei Teams wird eine Mannschaft

Hameln. Die große Handball-Ära beim MTV Rohrsen ist erst einmal vorbei, und nach dem Rückzug aus der 3. Liga bei den Spielerinnen im Hohen Feld die nötige Ruhe eingekehrt. Sportliche Höhenflüge gehören der Vergangenheit an.

veröffentlicht am 15.09.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Die zweite Mannschaft muss künftig die Kastanien aus dem Feuer holen. Als Aufsteiger in die Landesliga und mit Unterstützung durch einige Ehemalige aus dem Drittliga-Team. Doch der ganz große Fundus ist Trainer Steffen Rasch nicht geblieben. Nur noch vier Spielerinnen sind dabei. In der Qualifikationsrunde des HVN-Pokalwettbewerbs fehlten am Sonntag Janika Kohnke-Zander (Beruf) und Torhüterin Melanie Traege (Urlaub), sodass nur Kirsten Bormann und Saskia Parpart in Rohrsens neuem Aufgebot dabei waren. Und die beiden konnten nur bedingt weiterhelfen. Im ersten Spiel reichte es zu einem 14:11-Sieg gegen die HSG Rhumetal, im Finale gab es eine 21:27-Niederlage gegen den DSC Dransfeld. Damit war das Erreichen des Achtelfinales ganz schnell abgehakt.

Für Steffen Rasch, der vor dem Doppeleinsatz im Pokal mit der Mannschaft ein zweitägiges Trainingslager durchzog, war das Weiterkommen auch keine Pflicht: „Wir waren müde im Kopf und vor allem in den Beinen.“ Doch der Mann auf der Bank erkannte durchaus auch positive Aspekte: „Die Einstellung der Spielerinnen war einfach top.“ Nur spielerisch gab es noch jede Menge Abstimmungsprobleme. Für Rasch bleibt bis zum ersten Punktspiel zwar nicht mehr viel Zeit, doch zwei Wochen sollten reichen, um aus dem verstärkten Kader eine spielstarke Einheit zu formen.

Titelambitionen sind für Rasch trotz der vier Neuen in seinem Team kein Thema. „Früh den Klassenerhalt schaffen“, hat er erst einmal als Ziel ausgegeben. Denn der Auftakt hat es für seine Mannschaft in sich. An den ersten vier Spieltagen warten gleich die vier Topteams der vergangenen Saison auf den MTV. „Danach wissen wir, wo wir stehen“, sagt Rasch, der einem spielstarken Team vertraut. „Wir sind auf allen Positionen gut besetzt.“

Eine kompakte Einheit mit der richtigen Einstellung – das neuformierte Frauenteam des MTV Rohrsen mit Trainer Steffen Rasch (li.) und Co-Trainer Frank Külper. awa

Beim MTV konzentriert man sich derzeit aber nicht nur auf die kommende Landesliga-Saison. Der Blick geht bereits nach vorn. In der Saison 2016/17 wollen die Handballerinnen in der Oberliga eine gute Rolle spielen. Und damit alles gut läuft, hat Nina Griese vor einigen Wochen die Aufgaben als Managerin übernommen. „Auf Nina warten viele Gespräche und jede Menge Arbeit“, sagt Rasch. „Mit einigen Neuzugängen wollen wir wieder eine oberligataugliche Mannschaft auf die Beine stellen.“ Und gute Ansätze sind durchaus schon zu erkennen. Denn Kathrin Kelkert aus Zweidorf, die schon für die abgehakte Drittliga-Saison zugesagt hatte, gab für das Unternehmen Oberliga erneut ihre Zusage. Nicht so Steffen Rasch. Ob er auch in der vierten Liga als Trainer weitermachen wird, bleibt offen: „Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.“



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