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Studium zieht Hamelns Oberliga-Handballer André Brodhage für sechs Monate nach Ungarn

Auf geht’s nach Budapest

HAMELN. Zum Trainingsstart des Handball-Oberligisten VfL Hameln sorgte André Brodhage für eine Überraschung. Der 22-jährige Rückraumspieler wird dem VfL die komplette Ruckserie fehlen. Der Grund: Ende Januar geht der Student für Wirtschaftsrecht für ein halbes Jahr nach Ungarn.

veröffentlicht am 09.01.2019 um 00:00 Uhr

Bei der ersten Trainingseinheit der VfL-Handballer mischte André Brodhage (oben) noch kräftig mit. Fotos: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Für eine Überraschung ist André Brodhage, der torgefährliche Rückraumspieler des Handball-Oberligisten VfL Hameln immer gut. Aber nicht nur auf dem Spielfeld. Jetzt gab der 22-jährige Emmerthaler beim Auftakttraining nach der Winterpause, das Coach Sven Hylmar in die „Mucki-Bude“ verlegt hatte, der Mannschaft seinen Abschied bekannt. Noch vor dem Rückrunden-Start bricht der „Dampfmacher“ aus der zweiten Reihe seine Zelte im geliebten Weserbergland ab.

Ende Januar verschlägt es den Studenten für Wirtschaftsrecht für ein halbes Jahr nach Ungarn. In der Hauptstadt Budapest wird Brodhage sein Studium fortsetzen und den sportlichen Weg seiner VfLer dann nur noch aus weiter Ferne verfolgen können. „Von einem Studienkollegen hatte ich erfahren, dass Budapest ein echter Geheimtipp, aber auch eine richtig gute Adresse ist“, nannte der Rechtshänder, der nicht nur schnell auf den Beinen ist, sondern bei seinen zehn Einsätzen bislang 37 Tore für die VfLer warf, als Hauptgrund für sein sechsmonatiges Gastspiel an der schönen blauen Donau. Ans Handballspielen in der ungarischen Metropole, in der fast 1,8 Millionen Einwohner leben, hat er zwar noch keinen Gedanken verschwendet, doch seine Lieblingssportart auch keinesfalls total abgehakt: „Vielleicht ergibt sich über eine gute Verbindung beim Studium ja mal der Kontakt zu einem Verein.“ Es muss ja nicht gleich Erstligist Elektromos Budapest sein ...

Hamelns Trainer Sven Hylmar sieht dem Ausfall seines Antreibers aus dem Rückraum mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Für André ist das bestimmt eine tolle Sache. Für uns ist es schade, er wird uns fehlen.“ Doch auch ohne Brodhage geht der Coach die Rückrunde in der 4. Liga mit dem nötigen Schwung an: „Wir sind ruhig ins neue Jahr gegangen. Alle Spieler konnten mal runterfahren und die freie Zeit genießen. Aber jetzt geht es wieder zur Sache. Das ist fast wie eine zweite Saisonvorbereitung.“ Seine Akteure haben die Tage vor und nach dem Jahreswechsel genutzt, um sich fitzuhalten. Auch Routinier Andreas Gödecke hat sich nach seiner Meniskus-Operation zurückgemeldet und im Fitness-Studio bereits wieder den Turbo gezündet. Viermal pro Woche wird bis zum ersten Punktspiel trainiert. Und das findet am 27. Januar beim TSV Hannover-Burgdorf III statt. Also gleich ein unangenehmer Gegner, denn die Burgdorfer ließen in eigener Halle bislang kaum etwas anbrennen. Zuvor hat der VfL aber auch noch zwei Testspiele gegen Regionalligist MTV Großenheidorn und Verbandsliga-Vertreter TV 87 Stadtoldendorf in der Planung. Also ein volles Programm. Dazu muss sich Hylmar bedingt durch Brodhages Studientrip ins Land der Magyaren auch taktisch etwas einfallen lassen. „Wir werden unsere Gegner schon mit der einen oder anderen Variante überraschen“, verriet er vor dem Auftakttraining. So richtig ließ er sich aber noch nicht in die Karten schauen. „Sonst wäre es ja auch keine Überraschung mehr“, schmunzelte der 33-Jährige, der seine Jungs bei der ersten Einheit mächtig ins Schwitzen brachte.



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