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Rosenthal und Brodhage auf Titelkurs

Auf den Spuren von Nastja Antonewitsch

Handball. Nastja Antone-witsch hat es 2008 vorgemacht – da wurde die Emmerthalerin, die vor zwei Wochen mit der SVG Celle in die Frauen-Bundesliga aufstieg, mit den A-Mädchen der HSG Blomberg-Lippe deutsche Meisterin. Jetzt will es ihr mit Sarah Brodhage eine weitere Spielerin, die bei der TSG das Handball-ABC lernte, in Blombergs Talentschmiede nachmachen.

veröffentlicht am 18.05.2011 um 15:19 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Die 15-jährige Schülerin spielt seit Saisonbeginn in Lippe. Die 30 Kilometer nach Blomberg nimmt die Linkshänderin gern in Kauf. Der Fahrdienst in die Nelkenstadt ist optimal geklärt. „Mama macht das schon“, gibt sie schmunzelnd preis. Auch sportlich hat sich der Aufwand gelohnt. Mit dem von der ehemaligen Nationalspielerin Heike Ahlgrimm trainierten B-Jugendteam wurde Sarah gleich in ihrer ersten Saison westdeutsche Meisterin. Gegen Kaiserau gewannen Blombergs B-Mädchen mit 35:19 und 29:26 ohne Mühe. Dank großer Unterstützung aus Emmerthal, denn Sarah Brodhage konnte sich in beiden Begegnungen in die Liste der Torschützinnen eintragen.

Ihr Traum vom deutschen Meistertitel ist aber geplatzt. Wenn am 11. und 12. Juni das Final Four der A- und B-Mädchen in Blomberg ausgetragen wird, sind die Girls von Trainerin Heike Ahlgrimm nicht dabei. „Ein Großteil meiner Mannschaft spielt auch in der A-Jugend mit. Deshalb wurden die B-Mädchen zurückgezogen“, musste Sarah Brodhage enttäuscht zur Kenntnis nehmen. Sie hätte gern um deutsche Meisterehren mitgespielt. Die peilt sie nun für die Saison 2011/12 an. Auf den Spuren von Nastja Antonewitsch befindet sich derzeit aber Urte Rosenthal. Sie hat mit Blombergs A-Mädchen die deutsche Meisterschaft fest im Visier.

Die Pyrmonterin, die bei der HSG Bad Pyrmont/Lügde das Fangen und Werfen lernte, mischt im Kader von Trainer André Fuhr ebenfalls auf der Rechtsaußen-Position mit. Allein der Abistress bremste sie in den letzten Wochen ein wenig aus. „Aber der ist überstanden“, sagte die 17-Jährige, die sich so ganz nebenbei auch noch auf ihre Führerschein-Prüfung vorbereitet. Nach dem Gewinn der „Westdeutschen“ gegen Bayer Leverkusen geht es am Sonntag für das Fuhr-Team mit dem ersten Viertelfinalspiel weiter.

Auswärts startet die HSG Blomberg-Lippe bei der JSG Mainz um den Einzug ins Final Four. Wenn das klappt, kommt es im Halbfinale zum Kracher. An der Ulmenallee geht es für Urte Rosenthal und ihr Team dann gegen den Sieger aus VfL Oldenburg/ HC Leipzig. Dass die Hürde Mainz genommen wird, ist für die Pyrmonterin klar. Sie fiebert dem Bundesliga-Nachwuchsduell im Halbfinale mit Spannung entgegen: „Das wird der Hammer. Wenn wir gewinnen, ist alles möglich.“ Vielleicht wird ihr Traum von der deutschen Meisterschaft ja tatsächlich wahr …

Sie wollen hoch hinaus. Die Emmerthalerin Sarah Brodhage (links) und Urte Rosenthal aus Bad Pyrmont spielen in der Talentschmiede der HSG Blomberg-Lippe und träumen vom Gewinn der deutschen Meisterschaft.

Foto: haje



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