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Handball: Torjägerin verlässt Oberliga-Aufsteiger Hessisch Oldendorf

Auch Pallas geht

HESSISCH OLDENDORF. Nach Meistercoach Mike Bezdicek verlässt auch Torjägerin Viola Pallas den Oberliga-Aufsteiger HO Handball. Das bestätigte die 24-Jährige gegenüber der Dewezet und begründete ihre Entscheidung.

veröffentlicht am 26.06.2018 um 20:30 Uhr

Viola Pallas Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Die Entscheidung ist ihr wirklich nicht leichtgefallen: Nach Meistercoach Mike Bezdicek verlässt auch Torjägerin Viola Pallas den Oberliga-Aufsteiger HO Handball. Schweren Herzens, wie die 24-Jährige zugibt: „Es war ein tolles Jahr. Ich habe mich in Hessisch Oldendorf super wohlgefühlt. Deshalb fällt mir der Abschied auch sehr, sehr schwer.“

Mit HO Handball wurde Pallas, die erst vor einem Jahr vom ehemaligen Drittligisten Bad Salzuflen nach Hessisch Oldendorf gewechselt war, mit 40:4 Punkten Landesliga-Meister und stieg in die Oberliga auf. Ihre Verpflichtung entpuppte sich als echte Verstärkung: Pallas (121 Saisontore) zählte neben Lisa Huch (193) und Kathrin Hill (117) zu den Top-Torjägerinnen. Das Trio war in der Meister-Saison das Gerüst der Mannschaft und Mike Bezdicek als Trainer der Vater des Erfolgs. „Bezze ist ein super Trainer. Wegen ihm bin ich vor einem Jahr nach Hessisch Oldendorf gekommen.“

Ich habe mich in Hessisch Oldendorf super wohlgefühlt. Deshalb fällt mir der Abschied auch sehr, sehr schwer.

Viola Pallas verlässt Oberliga-Aufsteiger HO Handball

Hätte HO den Vertrag mit Bezdicek verlängert, wäre für Pallas ein Vereinswechsel kein Thema gewesen. „Ich wäre gerne geblieben, weil ich davon überzeugt bin, dass in der Mannschaft jede Menge Potenzial steckt, wenn sie gezielt verstärkt worden wäre.“ Auch Bezdicek hätte seinen Vertrag verlängert, wenn der Verein zwei Rückraumspielerinnen und eine neue Torhüterin verpflichtet hätte. Das sei die Voraussetzung gewesen, weil der Kader für die Oberliga viel zu klein sei. Das sieht auch Pallas so: „Ich frage mich, wie man mit so einem kleinen Kader den Klassenerhalt schaffen will? Die Oberliga ist kein Zuckerschlecken. Schon gar nicht für einen Aufsteiger.“ Aber im Gegensatz zu Bezdicek und Pallas sah der Verein, was die Kaderplanung angeht, offenbar keinen akuten Handlungsbedarf. Was folgte, war die Trennung von Bezdicek. „Ich kenne Bezze schon aus meiner Zeit in Bad Salzuflen. Ich hätte mit ihm gerne weiter zusammengearbeitet“, sagt Pallas. Der Erfolg der Mannschaft, die sich im Saisonverlauf enorm weiterentwickelt habe, trage Bezdiceks Handschrift: „Jede Spielerin hat sich im vergangenen Jahr stark verbessert – insbesondere unsere A-Jugendlichen.“ Dass Bezdicek kein HO-Trainer mehr ist, sei ein Grund, warum sie Hessisch Oldendorf verlässt, aber nicht der einzige.

Neben der sportlichen Perspektive spielen für die 24-Jährige auch private und berufliche Gründe eine Rolle: Weil Pallas in Herford wohnt und arbeitet, muss sie jedes Mal 55 Kilometer zum Training nach Hessisch Oldendorf fahren und wieder zurück: „Da überlegt man sich schon, ob sich der ganze Zeitaufwand unter den jetzigen Bedingungen noch lohnt.“ HO zu verlassen, ist für Pallas eine schwere Entscheidung gewesen: „Ich werde die Zeit in guter Erinnerung behalten und wünsche der Mannschaft viel Erfolg.“

Wohin sie wechselt, wollte Pallas aber noch nicht verraten: „Das steht noch nicht hundertprozentig fest.“



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