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Handball-Chef Thomas Niepelt über die aktuelle Lage, Zukunft und Finanzen beim MTV Rohrsen

Auch in der 3. Liga ist „ohne Moos nix los“

Nach sieben Spieltagen hängt Aufsteiger MTV Rohrsen in der 3. Liga Ost auf Rang zehn fest. Das reicht für die Handballfrauen des Hamelner Vorstadtvereins nicht zum angestrebten Klassenerhalt. Über die aktuelle Situation und die Planungen für die sportliche Zukunft des Teams um Trainer Michael Hensel sprach die Dewezet-Sportredaktion mit Rohrsens Abteilungsleiter Thomas Niepelt.

veröffentlicht am 10.11.2010 um 18:35 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Herr Niepelt, sind Sie nach acht Spieltagen mit 4:12 Punkten und dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden?

Mit dem Punktestand bin ich nicht zufrieden. Wir sind zum Saisonstart mit einer klaren Vorstellung in die 3. Liga angegangen. Zwei, drei Punkte mehr hatten wir schon angestrebt. Aber aufgrund unserer derzeit nicht gerade rosigen Personalsituation müssen wir uns mit dem bisher Erreichten zufriedengeben.

Welche Mannschaften zählen für Sie zu den ganz großen Favoriten?

Mit Neustadt/Sebnitz und Stemmer/Friedewalde haben wir bereits gegen zwei Topteams gespielt. Der Dritte im Kreis der Favoriten ist ganz klar Blomberg-Lippe II.

Durch die Neuordnung der 2. Liga müssen am Ende der laufenden Spielzeit die letzten vier aus der 3. Liga absteigen. Kann der MTV den Klassenerhalt packen oder wird es bei einem einjährigen Gastspiel bleiben?

Der sichere neunte Platz bleibt das erklärte Ziel. Wir wollen keine einjährige Gastrolle spielen, doch es bleibt ein schwieriges Unterfangen. Wir setzen vor allem auf eine gute Rückrunde, dann dürfte unsere Verletztenliste deutlich kleiner geworden sein.

Wenn der Klassenerhalt geschafft werden kann, wie geht es dann beim MTV Rohrsen weiter? Kommen Verstärkungen ins Hohe Feld?

Wir müssen uns frühzeitig überlegen, wie ein zweiter Kraftakt durchzuhalten ist. Klar ist, dass wir uns für ein zweites Jahr in der 3. Liga qualitativ verstärken müssen.

Kann der MTV Rohrsen die 3. Liga finanziell überhaupt packen?

Der Faktor Geld steht bei uns nicht im Vordergrund, wenn es um Neuzugänge geht. Wir müssen andere Wege gehen, um die 3. Liga aufrechterhalten zu können. Handball auf Pump wird es auch künftig bei uns nicht geben.

Was kostet die 3. Liga dem Verein?

Die 3. Liga kostet uns im Vergleich mit der Oberliga mehr als das Doppelte. Nur ein Beispiel: Im letzten Heimspiel kamen die Schiedsrichter aus Gera. Für die mussten wir mehr als 400 Euro zahlen. Auch die Fahrtkosten für die Auswärtsspiele sind deutlich gestiegen. Deshalb ist, wenn man weiter in der 3. Liga mitspielen will, die Unterstützung aus der heimischen Region zwingend notwendig.

Rund um die Heimspiele läuft es momentan beim MTV noch nicht sehr professionell. Keine Musik, kein Hallensprecher – wann steigt die Stimmung in die Halle?

Es wird erst einmal alles so weiterlaufen. Die technischen Einrichtungen in der Halle im Hohen Feld lassen auch kaum mehr zu. Zuletzt gab es auch noch wichtigere Dinge, die geklärt werden mussten.

Welche Dinge waren das?

Die lagen vor allem im organisatorischen Bereich, dazu kamen zahlreiche Auflagen des Deutschen Handball-Bundes, die zu erfüllen waren.

Am Samstag kommt mit Union Halle erneut ein Spitzenteam nach Hameln. Wie lautet Ihr Tipp für das Spiel?

Unsere Mannschaft wird alles geben, um den Fans erneut ein spannendes Spiel zu bieten. Aber die Trauben werden wieder ziemlich hoch hängen.

Immer engagiert und mit Herz und Seele dabei. Egal, ob am Spielfeldrand oder als Macher am Schreibtisch – Thomas Niepelt hat beim MTV Rohrsen alles fest in der Hand.

Foto: nls



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