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An Tagen wie diesen …

Hameln. Potzblitz! Da ging gegen den 1. VfL Potsdam aber mal so richtig die Post ab. Die Bundesliga-Talente des VfL Hameln feierten gegen die Berliner Vorstädter einen historischen Sieg, denn das verdiente 29:24 (13:13) war nach zuvor acht verlorenen Spielen der erste Erfolg einer Hamelner A-Juniorenmannschaft im Oberhaus des deutschen Handballs.

veröffentlicht am 17.11.2013 um 13:35 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

Hans-Jürgen Kroggel

Und der wurde überschwänglich gefeiert – von 300 begeisterten Zuschauern und den überglücklichen Spielern, die allerdings erst in den Schlussminuten das Erfolgserlebnis unter Dach und Fach brachten. Als dann auch noch aus den Lautsprechern in der Afferder Sporthalle der Kult-Hit der Toten Hosen „An Tagen wie diesen…“ ertönte, gab es kein Halten mehr. Die Schützlinge von Trainer Michael Thierauf bejubelten Saisonsieg Nummer 1 so ausgelassen, als hätten sie gerade die deutsche Meisterschaft gewonnen…

„Dieser Erfolg gibt uns Rückenwind für die nächsten Aufgaben“, glaubt Hamelns Top-Torjäger Tim Otto. Der 16 Jahre alte Rückraumspieler bezwang Potsdams guten Keeper Konstantin Staßburg sieben Mal. Ebenfalls sieben Treffer markierte Sebastian Maczka, der zudem in der Abwehr zu überzeugen wusste. Die Bestnote verdiente sich einmal mehr Torhüter Yannick Rüter. „Der hat stark gehalten, an ihm wird der VfL noch viel Freude haben“, lobte Hamelns Herren-Coach Sönke Koß den 18-Jährigen. Von Erfolg gekrönt war auch Thieraufs taktischer Schachzug, den starken Potsdamer Yannick Münchberger per Manndeckung durch Adnan Jasarevic weitestgehend zu neutralisieren. Gute Szenen auf der Spielmacher Position hatten Timo Dettmering und Georg Brendler. Die kampfbetonte Partie war freilich alles andere als ein Spaziergang für die Hamelner. Es war vielmehr ein hartes Stück Arbeit und bis zur 55. Minute (24:23) ein offener Schlagabtausch, weil der VfL einfach zu viele Chancen ausließ. Auch zwei Siebenmeter wurden verworfen, zudem gab es Defizite im Überzahlspiel. Erst Maczka (56.) und ein Doppelschlag von Noah Cardoso zum 26:23 und 27:23 (59.) stellten die Weichen auf Sieg.

„Wir hätten schon bis zur Pause deutlich führen müssen. Genug Möglichkeiten waren da. Aber ich freue mich natürlich, dass meine Jungs ihre große kämpferische Leistung mit einem Sieg gekrönt haben“, analysierte Trainer Thierauf, der im Übrigen vor dem Spiel gar nicht von einem Sieg überzeugt war: „Ich hatte ein richtig mieses Gefühl…“ Gut, dass auf seine Jungs Verlass war!

VfL Hameln: Rüter, Larisch - Cardoso (3/1), Brünger (1), Dohme (1), Jasarevic (4), S. Maczka (7), D. Maczka, Dettmering (2/1), Brendler (3), Otto (7), Jürgens (1), Taylor.



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